Taliban-Unterhändler: »Werden keine Rache nehmen«

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Ein an Gesprächen mit der afghanischen Regierung in Katar beteiligter Taliban-Unterhändler hat Befürchtungen vor Gewalttaten bei einer Übernahme der Macht in Kabul zurückgewiesen. »Wir versichern den Menschen (…) in der Stadt Kabul, dass ihr Hab und Gut und ihre Leben sicher sind«, sagte Suhail Schahin der BBC in einem Telefonat aus Doha. Es werde »keine Rache an irgendjemandem« geben. Die Taliban-Kämpfer seien vor den Toren der afghanischen Hauptstadt und hätten den Befehl erhalten, die Stadt nicht zu betreten. »Wir warten auf eine friedliche Übergabe der Macht«, so Schahin weiter. Das bedeute, dass die Stadt dem »Islamischen Emirat von Afghanistan« übergeben werden solle.

Ein Sprecher vor Ort machte der Nachrichtenagentur »Reuters« zufolge andere Angaben: Demnach haben die Taliban ihre Kämpfer angewiesen, in die Hauptstadt Kabul einzurücken, um Plünderungen zu verhindern, da die örtlichen Polizeikräfte ihre Posten verlassen haben.

Seit Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen aus Afghanistan im Mai haben die militant-islamistischen Taliban gewaltige Gebietsgewinne verzeichnet. In einem rasanten Vormarsch haben sie mittlerweile mehr als zwei Drittel der Provinzhauptstädte des Landes eingenommen und stehen vor Kabul. Derzeit laufen Gespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung.



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