Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund siegt dank Erling Haaland und Marco Reus gegen Eintracht Frankfurt

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Die Attraktion des Spiels: Noch bis 2024 steht Erling Haaland bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Dass der neben Kylian Mbappé spektakulärste junge Stürmer der Welt diesen erfüllen wird, gilt als ausgeschlossen. Sehr wahrscheinlich wird diese Saison die letzte des Norwegers in Schwarzgelb. Es gilt, sie zu genießen – denn sportlich entwachsen ist Haaland dem BVB, ja: der Bundesliga bereits heute. Die Art und Weise, wie der noch immer erst 21 Jahre alte Koloss über den Rasen pflügte, Gegenspieler stehen ließ, doppelt traf und zwei bis drei Treffer vorlegte, war ein einziges Spektakel.

Das Ergebnis: 5:2 (3:1) setzte sich Borussia Dortmund im ersten Ligaspiel der Saison gegen Eintracht Frankfurt durch. Hier lesen Sie den Spielbericht.

Trainer, wechsel dich: Das erste Samstagabendspiel der Saison war auch das Duell der Trainer Marco Rose und Oliver Glasner. Noch vor wenigen Monaten hätte das bedeutet, dass Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg angetreten wäre. Nun hatte aber nahezu jeder Bundesliga-Spitzenklub seinen Coach vor der Saison getauscht, im Pott wie am Main durften neue Ideen probiert werden. Mit Spannung wurde erwartet, wessen Handschrift schon jetzt aus dem Spiel seiner Mannschaft herauszulesen sei.

Die erste Hälfte: Tatsächlich erinnerte besonders das Dortmunder Umschaltspiel an die besten Momente des aus Gladbach bekannten Rose-Fußballs: Das Ausschwärmen der Offensive, das schnelle Direktspiel, die mutigen Bälle in die Tiefe. Besonders ein Duo brillierte: Haaland trug den Ball vor Marco Reus’ Führungstor, dem 100. des Kapitäns für den BVB, mit großen Schritten durchs Mittelfeld. Beim zweiten Haaland-Assist für Thorgan Hazard war es ein reus’scher Hackenpass, der die Gefahr heraufbeschwor. Das dritte Tor machte Haaland dann selbst – nach dem Reus einen Abschlag Gregor Kobels per Kopf verlängert hatte.

Glück im Unglück: Beinahe hätte der BVB noch einen kuriosen vierten Treffer vor der Pause bejubeln dürfen. Kevin Trapp hatte versucht, einen Querschläger seiner Abwehr vor der Torauslinie zu erwischen und im Spiel zu halten. Das Problem: Trapps Klärungsaktion landete auf dem Fuß von Reus, der den Ball ins lange Eck legte – und dann nur deswegen nicht lange jubeln durfte, weil der Videobeweis belegte, dass der Ball bei Trapps unfreiwilliger Vorlage bereits im Aus war.

Defensiver Notstand: Stattdessen war die Partie zur Pause noch gar nicht entschieden. Felix Passlack hatte nämlich ins eigene Tor getroffen, und das auch noch mit einem bemerkenswert gut platzierten Schuss, der wohl eigentlich nur Eintracht-Stürmer Rafael Borré den Ball vom Fuß stibitzen sollte. Dass Passlack überhaupt spielte, lag an einer Extremsituation in der Dortmunder Abwehr: Die etatmäßigen Rechtsverteidiger Mateu Morey und Thomas Meunier fehlten ebenso verletzt wie vier (!) weitere Defensive mit Startelfambitionen, sodass selbst Sechser Axel Witsel in die Viererkette rutschte.

Die zweite Hälfte: Nach der Pause spielte der BVB seine Vorteile dann noch deutlicher aus, wieder mal stand der stets an der Abseitsgrenze lauernde Haaland im Mittelpunkt: Erst war er vor dem Treffer Giovanni Reynas involviert (58.), dann veredelte er mit einem perfekt getimten Lauf hinter die Abwehrkette einen Reus-Steilpass (70.). Und verneinte auf der Jagd nach dem nächsten Treffer die steten Nachfragen Roses, ob er nicht der Schonung halber vom Feld wolle. Der letzte Treffer des Tages gebührte dann aber einem anderen Norweger: Frankfurts Offensivjoker Jens Petter Hauge betrieb nach einer Ecke Ergebniskosmetik (86.).

Adlerlass: Und Frankfurt? Der Eintracht war neben der defensiven Überforderung – Abwehrspielern wie Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker fehlte schlicht die Schnelligkeit – auch das Fehlen eines präsenten Stoßstürmers anzumerken. André Silva ist zu RB Leipzig gewechselt, Luka Jović zurück bei Real Madrid. Hinzugekommen sind bisher eher spielstarke Optionen für die Spitze (Borré) oder die Positionen dahinter (Hauge, Jesper Lindström). Die Eintracht hat vor, noch einen Zielspieler für ganz vorne dazuzunehmen. Gelingt das, kann es eine ansehnliche Saison werden.

Deutsche Englische Woche: Wie glücklich die Dortmunder ihre Saison mit dem Spiel ihrer Mannschaft sein werden, dürfte indes vor allem daran hängen, ob Leistungen wie gegen Frankfurt auch gegen Gegner auf den Platz gebracht werden, die eine Kategorie über der Eintracht anzusiedeln sind. Die erste Feuerprobe steht am Dienstag an: Dann spielt der Pokalsieger gegen Meister Bayern München um den DFL-Supercup (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL.de; TV: Sat1/Sky).



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