Russische Halbinsel Kamtschatka: Hubschrauber mit Touristen stürzt in Vulkansee

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Ein mit Touristen besetzter Hubschrauber ist am Donnerstag im fernen Osten Russlands verunglückt. Die Maschine stürzte im Kronozki-Naturreservat auf der Halbinsel Kamtschatka ab, wie die Regionalregierung mitteilte.

Den offiziellen Angaben zufolge fiel die Maschine vom Typ Mi-8 in einen mit Wasser gefüllten Vulkankrater. Taucher suchen nun nach den Vermissten. Mindestens neun Insassen überlebten den Absturz offenbar. Einige von ihnen konnten sich schwimmend in Sicherheit bringen.

An Bord des Helikopters waren nach Angaben der Regionalregierung drei Besatzungsmitglieder und 13 Touristen. In anderen Quellen ist von 14 Touristen an Bord die Rede. Die meisten von ihnen sollen aus Moskau und Sankt Petersburg kommen. Einsatzkräfte des russischen Notfallministeriums seien zur Unglücksstelle entsandt worden, hieß es weiter.

Zweites Unglück in Kamtschatka binnen Wochen

Das Unglück ereignete sich fünf Wochen nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs auf Kamtschatka, bei dem alle 28 Menschen an Bord gestorben waren. Die Opfer seien aus dem Wasser gezogen worden, sagte der Gouverneur von Kamtschatka, Wladimir Solodow damals. Im Einsatz waren den Angaben zufolge auch Taucher des Zivilschutzes. Die schwer zugängliche und bergige Region liegt rund 700 Kilometer nördlich von Petropawlowsk-Kamtschatski. Die genaue Unglücksursache blieb zunächst unklar. Außer den Wetterverhältnissen untersuchen Ermittler technische Gründe oder eventuelles menschliches Versagen als Absturzursache.

Russland war lange Zeit für seine zahlreichen Flugunfälle berüchtigt. In den vergangenen Jahren hatte sich die Flugsicherheit mit einer Modernisierungswelle der wichtigsten Fluggesellschaften des Landes aber deutlich verbessert. Wartungsprobleme und die fehlende Einhaltung von Sicherheitsvorschriften sind besonders in abgelegenen Gebieten aber weiterhin ein Problem.



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