Deutschland: Viele Badeunfälle am Hitzewochenende

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Deutschland erlebt die erste Hitzewelle des Sommers. Viele zog es in diesen Tagen an Seen und Flüsse. Dabei kam es zu mehreren Badeunfällen. Mehrere Menschen starben, manche werden noch vermisst.

Ein Mädchen verschwand beim Baden im Einfelder See bei Neumünster in Schleswig-Holstein. Die 13-Jährige wird seit Freitagnachmittag vermisst, sagte ein Polizeisprecher. Demnach hatte eine Freundin sie am Nachmittag noch beim Spielen im Wasser beobachtet. Kurze Zeit später fehlte von der 13-Jährigen jede Spur. Seitdem suchen Einsatzkräfte nach der Vermissten, bislang ohne Erfolg.

Im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen konnte ein elfjähriger Junge gerade noch gerettet werden: Wie die örtliche Polizeibehörde meldete, hatten zwei ältere Jungen ihn leblos im Schwimmbad geborgen. Der Junge konnte reanimiert werden. Es gehe ihm »den Umständen entsprechend«.

Ein Mann ging nach Medienberichten in Baden-Württemberg im Karlssee auf dem früheren Gelände der Bundesgartenschau unter. Der 22-Jährige konnte nach Informationen der »Heilbronner Stimme«, zwar von Tauchern der Feuerwehr geborgen und reanimiert werden, starb jedoch anschließend im Krankenhaus.

Ebenso ertrank ein 20 Jahre alter Mann im Bremer Achterdieksee. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte, wurde der etwa 20 Jahre alte Mann von einem Rettungsschwimmer rund 30 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von 4 bis 5 Metern entdeckt, nachdem Badegäste auf den Unfall aufmerksam gemacht hatten. Der Wiederbelebungsversuch durch einen inzwischen eingetroffenen Notarzt scheiterte.

Ein junger Mann wurde zudem am Freitagabend in Hamburg von der Strömung der Elbe mitgerissen und wird seitdem vermisst. Zunächst versuchte ein Zeuge dem Jungen zu Hilfe zu eilen, doch auch er ging im Wasser unter und wurde schließlich von einem Polizeibeamten gerettet. Der 17-Jährige jedoch konnte von der eintreffenden Polizei nicht mehr gefunden werden. Nach dem Vermissten wird nun mithilfe von Tauchern und Drohnen gesucht.

Die Wasserwacht in Bayern mahnte zur Vorsicht beim Baden in Seen, Flüssen und Freibädern. Der Anlass: Bei Temperaturen um die 30 Grad sind in bayerischen Gewässern zuletzt zwei Frauen und ein Mann in Gewässern in Nürnberg, bei München sowie im oberfränkischen Landkreis Hof gestorben.

»Masse an Nichtschwimmern überfordert uns«

Ein Problem ist der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zufolge der wegen der Coronapandemie ausgefallene Schwimmunterricht, beispielsweise in Brandenburg. »Eine große Masse an Nichtschwimmern möchte Kurse belegen, das überfordert uns«, sagte der DLRG-Sprecher des Landes. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter kämen an ihre Grenzen, Rettungsorganisationen und Schwimmschulen versuchten das auszugleichen, doch das werde wegen beschränkter Kapazitäten in den Schwimm- und Freibädern schwierig.

Für Sonntag meldet der Deutsche Wetterdienst zwar örtliche Starkregenfälle, teilweise mit Sturmböen und Hagel. Tagsüber wird es aber wieder schwülheiß, bei Höchstwerten von bis zu 37 Grad.





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