USA: Staatsanwältin fordert nach tödlichen Anschlägen auf Asiatinnen Todesstrafe

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Die Anschläge auf mehrere Massagesalons im US-Bundesstaat Georgia machten im März Schlagzeilen. Acht Menschen wurden erschossen, sechs von ihnen hatten asiatische Wurzeln, sieben der Todesopfer waren Frauen. Nun fordert die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den Tatverdächtigen.

»Ich habe zusammen mit meinen Mitarbeitern die Entscheidung getroffen, dass dieses Büro die Todesstrafe anstreben wird«, sagte die Distrikt-Staatsanwältin Fani Willis am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Nach einer Jury-Entscheidung werde der inzwischen 22-jährige Beschuldigte unter anderem wegen vierfachen Mordes und Inlandsterrorismus angeklagt.

Willis sieht »ultimative Strafe« gerechtfertigt

Auf Basis eines in Georgia im vergangenen Jahr verabschiedeten Gesetzes werde sie wegen der Herkunft und des Geschlechts der Opfer beantragen, die Anklage um den Vorwurf des Hassverbrechens zu erweitern, sagte Willis.

Sie wurde im vergangenen Jahr zur Distrikt-Staatsanwältin gewählt und ist seit Jahresbeginn im Amt. Willis betonte, sie habe im Wahlkampf gesagt, dass sie sich keine Umstände vorstellen könne, unter denen sie die Todesstrafe beantragen würde. »Leider hat sich in den ersten Monaten meiner Amtszeit ein Fall ergeben, der meiner Meinung nach die ultimative Strafe rechtfertigt.«

Verdächtiger nennt Sexsucht als Motiv

Der weiße Tatverdächtige hatte als Motiv für die brutalen Angriffe Sexsucht und das Ziel genannt, die »Versuchung« durch Massagesalons ausmerzen zu wollen. Die Taten fachten in den USA die Debatte über zunehmenden Hass gegen asiatischstämmige Amerikanerinnen und Amerikaner an.



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