Goldie Hawn über Pandemie und Depressionen: Nie für Traurigkeit schämen

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Goldie Hawn sorgt sich um Kinder und Jugendliche in der Coronakrise: Im Interview mit der Sendung »Good Morning Britain« sagte sie, viele befänden sich durch die Pandemie in einem bedrängten Seelenzustand, aus dem sie selbst nicht mehr herausfänden. Frustrationen und Unsicherheit hätten sich breit gemacht: »Sie waren ja im Grunde die ganze Zeit in ihrer eigenen Wohnung eingesperrt«, so die Schauspielerin.

Ängste und Depressionen bei Schülern sind laut Hawn ein Thema, das unbedingt auch im Unterricht aufgegriffen werden muss. Den jungen Menschen sollten Instrumente an die Hand gegeben werden, mit denen sie die Situation besser bewältigten. »Wir sollten ihnen beibringen, wie das Gehirn funktioniert, wie sie ihre Emotionen steuern können, wie sie Stress reduzieren«, sagte Hawn. »Wir müssen sie mit Wissen, Verständnis und Erkenntnis füllen.«

»Die Pandemie hat alle platt gemacht«, fuhr die Schauspielerin fort. Eltern seien überfordert gewesen, so mancher habe seinen Job verloren. Deshalb sei es wichtig, früh zu intervenieren und sich an Psychotherapeuten und Fachärzte zu wenden. »Wir sollten uns niemals dafür schämen, zu sagen: ‘Ich bin traurig’.«

Seit vielen Jahren engagiert sich Hawn mit der Initiative Mind Up für Schüler und deren seelisches Wohlbefinden. Die Schauspielerin berichtete auch von ihren eigenen Depressionen, die sie manchmal sogar daran gehindert hätten, das Haus zu verlassen. »Es begann, als ich noch jung war«, sagte die heute 75-Jährige in der TV-Show. »Ich war 21 Jahre alt und auf dem Weg zum Erfolg. Das ist keine einfache Sache. Ich wollte eigentlich nie berühmt werden.« Demnach habe sie ursprünglich auch nie Schauspielerin, sondern Tänzerin werden wollen.

Hawn feierte ihren Kino-Durchbruch 1969 neben Ingrid Bergman und Walter Matthau in »Die Kaktusblüte«. Sie bekam einen Golden Globe und einen Oscar für die beste Nebenrolle. Heute ist sie der Meinung, dass man sich um sich selbst und sein Seelenheil aktiv kümmern müsse: »Glücklich zu sein ist eine Entscheidung.«



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