Champions League: FC Chelsea siegt beim FC Porto – Wie die Vögel in den Süden

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Ab in den Süden: Wer in diesen Monaten der Pandemie den König Fußball stoppen möchte, braucht schon mehr als bloße Reisebeschränkungen. Deswegen wurde die Partie zwischen Porto und Chelsea in der Sonne Südspaniens ausgetragen. Mit 21 Grad in Sevilla hatte sich das Uefa-Reisebüro die besten Bedingungen ausgesucht. Im sonst so beliebten Ausweichstandort Budapest fröstelte es zum Vergleich am Mittwochabend bei zwei Grad.

Das Ergebnis: Im Hinspiel in Sevilla verlor die Heimmannschaft Porto gegen Chelsea 0:2 (0:1). Mason Mount (32.) und Ben Chilwell (85.) erzielten die Tore. Im Rückspiel in Sevilla darf die Heimmannschaft Chelsea bei einem erzielten Treffer drei kassieren und kommt dennoch weiter. Auswärtstorregel in der Coronakrise, nur ohne Heimspiele.

Die Geräuschkulisse: Offenbar schienen die Vögel im europäischen Winter ebenfalls in den Süden gereist, gewissermaßen ins Ramón Sánchez Pizjuán. Die ersten Minuten umgab das Stadion ein nicht zu überhörendes Gezwitscher, ein paar Vögel flogen an der Hauptkamera vorbei. Der in Deutschland vermisste Frühling zeigte sich in Südspanien von seiner besten Seite.

Erste Hälfte: Beide Teams hatten jeweils nur eine wirklich gefährliche Aktion. Porto, als Matheus Uribe einen Ball mit der Brust annahm, seinen Körper in Richtung des Tors drehte und den Ball um Zentimeter am Lattenkreuz vorbeischoss (12.). Und Chelsea, als sich Mason Mount nach einem Pass von Jorginho am Sechzehner plötzlich aufdrehte und ins lange Eck abschloss (32.). An der Szene war eigentlich alles schön, nur Keeper Agustín Marchesin machte eine nicht so gute Figur.

Keine Nachwehen: Eigentlich war für Chelsea seit Thomas Tuchels Verpflichtung alles rosarot, bis mit West Brom der Vorletzte der Premier League am vergangenen Samstag an die Stamford Bridge kam und die unter ihrem neuen Trainer ungeschlagenen Blues 2:5 abfertigte. »Ein großer Weckruf« sei die Klatsche für das gesamte Team gewesen, sagte Tuchel vor dem Spiel gegen Porto, »mich inbegriffen«. Zum Aufwachen gab es in Sevilla stilechtes Vogelgezwitscher.

Zweite Hälfte: Etwas besser wurde Porto nach der Pause, Moussa Marega scheiterte an Chelsea-Keeper Édouard Mendy, Luis Díaz legte den Ball von der Strafraumgrenze knapp am rechten Pfosten vorbei. Am Ende war Chelsea aber schlicht zu stark, der eingewechselte Christian Pulisic scheiterte noch an der Latte (84.), Chilwell stibitzte Portos Rechtsverteidiger Sanusi dann den Ball, umkurvte Marchesin und schob ein (85.). Das stürzte die Fans in freudige Erinnerungen:

Die Belastung: In der Nachspielzeit lag Chelseas Innenverteidiger Antonio Rüdiger mit schmerzverzerrtem Gesicht im Strafraum, ein Krampf plagte ihn. Eine Szene, die so normal erscheint, in diesen Tagen, aber sinnbildlich für die Spitzenspieler ist. Aufgrund der Länderspielpause und der vielen Englischen Wochen stehen viele von ihnen an der Belastungsgrenze, im Parallelspiel in München wurden mit Leon Goretzka und Niklas Süle gleich zwei Nationalspieler mit muskulären Problemen ausgewechselt.

Die Aussicht: Es gab schon schlechtere Ausgangslagen für Chelsea, im Rückspiel in Sevilla am kommenden Dienstag (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL.de; TV: Sky) muss Porto mindestens drei Tore schießen, um zu gewinnen. Gegen das Tuchel’sche Abwehrbollwerk fast undenkbar. Der deutsche Trainer ist erst der zweite Chelsea-Trainer, der die ersten drei K.o.-Spiele in der Champions League gewinnen konnte. Der erste war 2011/2012 Roberto di Matteo, und der holte am Ende den Titel.





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