Justiz in Jordanien verbietet jede weitere Berichterstattung über Prinz Hamsa

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Die jordanische Justiz hat im Fall des unter Verschwörungsverdacht stehenden Halbbruders von König Abdullah II. eine Informationssperre verhängt. Die Veröffentlichung jeglicher Nachrichten über Prinz Hamsa sei bei Strafandrohung verboten, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung des Generalstaatsanwalts von Amman. Dies betreffe sämtliche audiovisuellen Medien und Internet-Netzwerke sowie Fotos und Videos zu dem Thema. Durch die Maßnahme sollen laut der Erklärung die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden geheim gehalten werden.

Die jordanische Regierung hatte Prinz Hamsa beschuldigt, an einer Verschwörung beteiligt gewesen zu sein, und unter Hausarrest gestellt. Dem 41-Jährigen und seinen mutmaßlichen Mitverschwörern wird vorgeworfen, mit ausländischen Kräften zusammengearbeitet zu haben, um Jordaniens Stabilität und »Sicherheit zu untergraben«. Mindestens 16 weitere Menschen wurden festgenommen.

Gegenvorwürfe der Korruption

In einem von der britischen BBC veröffentlichten Video hatte der Prinz den Verschwörungsvorwurf bestritten. Der Regierung von König Abdullah II. warf er Korruption und Inkompetenz vor. Später hatte er in einer auf Twitter veröffentlichten Tonaufnahme Widerstand gegen die jordanischen Behörden angekündigt.

Am Montagabend veröffentlichte das Königshaus schließlich einen von dem Prinzen unterzeichneten Brief, in dem Hamsa versichert, er werde »dem Erbe« seiner Vorfahren und »seiner Majestät« König Abdullah II. »treu bleiben«.

König Abdullah II., der den Thron 1999 nach dem Tod seines Vaters König Hussein bestiegen hatte, hatte Hamsa zunächst gemäß dem Wunsch seines Vaters zum Kronprinzen gemacht. 2004 widerrief er dies jedoch und machte seinen Sohn Hussein zum Thronfolger.



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