Bindungsorientierte Erziehung: Und wenn sich mein Kind im Supermarkt auf den Boden wirft?

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Kleine Kinder sind oft niedlich, sie haben erstaunliche Ideen und überraschen uns mit ihrem Blick auf die Welt. Aber sie weinen auch häufig, schreien vor Wut oder halten ihr Leben kaum aus vor Langeweile, wenn Eltern nicht sofort reagieren.

Im Alltag kann es deshalb schnell zu Konflikten kommen: beim Anziehen, Zähneputzen oder wenn sich das Kind im Supermarkt auf den Boden wirft. In solchen Situationen ruhig zu bleiben, ist für Mütter und Väter immer wieder eine Herausforderung.

»Es ist wichtig zu verstehen: Es geht in diesem Moment nicht um die Tüte Gummibärchen, die jetzt vielleicht nicht gekauft wird, sondern es geht eigentlich um was anderes, sagt die Pädagogin Eliane Retz im SPIEGEL-Podcast ›Smarter leben‹«. »Wenn die Eltern in diesem Moment wütend werden, erlebt das Kind dann auch noch die Bindungsperson als wütend und aufgeregt. Dann wird die Situation immer heftiger.«

Die Angst davor, kleine Tyranninnen und Tyrannen heranzuziehen, ist allerdings weitverbreitet. Auch deshalb halten es viele Eltern für wichtig, bei Konflikten dagegenzuhalten – was am Ende aber oft in einen Machtkampf führt. »Je mehr Druck man in diese Situation reingibt, desto mehr Widerstand entwickelt sich«, sagt Retz.

»Ein dreijähriges Kind zum Beispiel, das erlebt sich einfach noch als absoluten Mittelpunkt der Welt. Das kann sich noch nicht vorstellen, in was für schwierige Situationen es seine Eltern eigentlich bringt. Es ist in dem Moment einfach wichtig, das Kind zu beruhigen, zu trösten, da zu sein. Und ein Stück weit auch, es nicht zu persönlich zu nehmen.«

Wie gehen Eltern mit ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen um? Weshalb ist eine gute Bindung zum Kind so wichtig? Und worauf kommt es bei der bindungsorientierten Erziehung wirklich an? Auf diese und weitere Fragen antwortet Retz im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.

Die Folge hören Sie hier:



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