Bristol: Proteste gegen Polizeigesetz – Zehn Festnahmen nach weiterer chaotischer Nacht

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Bei Protesten gegen ein umstrittenes Polizeigesetz sind in der westenglischen Stadt Bristol mindestens zehn Menschen festgenommen worden. Demonstranten hätten die Einsatzkräfte mit Flaschen, Ziegelsteinen und Eiern attackiert, teilte die Polizei in der Nacht zum Samstag mit.

Premierminister Boris Johnson verurteilte die Gewalt der Protestierenden: Die Angriffe auf Polizeibeamte seien »schändlich«, sagte er. Auf berittene Beamte wurden Feuerwerkskörper geworfen, ein Polizeipferd wurde mit Farbe besprüht.

Innerhalb von einer Woche war es bereits die dritte Demonstration, die in Gewalt mündete. Mehr als 1000 Menschen hätten am Freitagnachmittag friedlich protestiert, teilte die Polizei mit. Mehrere Hundert Menschen seien dann in Richtung einer Polizeistation gezogen, die bei Protesten am vorigen Sonntag angegriffen worden war. Als Polizisten die Menge auflösen wollten, eskalierte die Situation.

Der Protest unter dem Motto »Kill the Bill« richtet sich gegen den Entwurf eines neuen Polizeigesetzes. Es soll der Polizei weitreichende Vollmachten beim Vorgehen gegen friedliche Demonstrationen verleihen. Unter anderem sollen Demos eingeschränkt werden können, wenn diese beispielsweise eine Lärmbelästigung darstellen. Kritiker sehen in dem Gesetzesvorhaben einen Angriff auf die Versammlungsfreiheit.



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