Moers: Tödliches Autorennen – BGH hebt lebenslange Haft für Raser auf

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nach einem tödlichen Autorennen die lebenslange Freiheitsstrafe für den Hauptangeklagten aufgehoben. Die Sache muss jetzt neu verhandelt werden, wie das Landgericht Kleve mitteilte.

Der Unfall hatte sich im April 2019 in Moers ereignet. Zwei Männer lieferten sich damals laut Gericht eine verbotene Wettfahrt. Der zur Tatzeit 22 Jahre alte Hauptangeklagte sei am Ostermontagabend mit einem 600 PS starken Auto mit bis zu 167 km/h de durch ein Tempo-50-Wohngebiet gerast, so die Anklage.

Als eine unbeteiligte Frau mit ihrem Kleinwagen aus einer Seitenstraße kam, konnte der Mann nicht mehr bremsen und rammte den Wagen der Frau heftig. Die Frau starb laut Gericht an Hirnschäden als Folge des Aufpralls. Der Angeklagte habe sich am Unfallort nicht um die Schwerstverletzte gekümmert, sondern sei geflohen.

Das Landgericht Kleve verurteilte den Autofahrer, der keinen Führerschein besaß, im Februar vergangenen Jahres wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Dagegen ging der Mann in Revision.

Der BGH verwies nun auf eine Aussage des Angeklagten, dass er auf einer gut einsehbaren Vorfahrtstraße unterwegs gewesen sei und deshalb drauf vertraut habe, dass es zu keinem Unfall kommen werde. Diese Aussage habe das Gericht bei seinen Überlegungen zu einem bedingten Tatvorsatz nicht ausreichend gewürdigt.

Der zweite Angeklagte und Kontrahent bei dem Rennen war zu drei Jahre und neun Monaten Haft verurteilt worden. Diese Strafe wurde beim BGH nun bestätigt.

Icon: Der Spiegel



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