Hessen: Waffen und Munition bei Bundeswehrsoldat gefunden

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Spezialkräfte der hessischen Polizei haben einen Bundeswehrsoldaten vorläufig festgenommen und Waffen sowie Munition sichergestellt. Der Mann wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag nach einem Hinweis gestellt. Behörden ermitteln demnach gegen den Soldaten wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, unerlaubten Waffen- und Sprengstoffbesitz sowie wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Polizei stellte Kurz- und Langwaffen, Munition, eine Handgranate sowie Sprengmittel sicher. Dabei geht es nach ersten Erkenntnissen überwiegend um Material, das nicht aus Bundeswehrbeständen stammt. So handelt es sich bei der Handgranate wohl um ein Modell aus dem früheren Jugoslawien.

Der Mannschaftssoldat des Heeres, ein Mannschaftsdienstgrad, ist am Standort in Pfullendorf in Baden-Württemberg eingesetzt, wo auch das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen seinen Sitz hat. Die Ermittlungen werden aber von einer hessischen Staatsanwaltschaft und dem Landeskriminalamt Hessen geführt. Im Zusammenhang mit dem Einsatz soll mindestens ein weiterer Verdächtiger aus dem Umfeld des Soldaten festgenommen worden sein.

Mehrere Vorfälle beim KSK

Zuletzt machte mehrfach das Kommando Spezialkräfte (KSK) im Zusammenhang mit Munitionsvorfällen Schlagzeilen. So war bei einem Kommandosoldaten aus Sachsen im Garten ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff gefunden worden. Und im Munitions-Skandal in der Zeppelin-Kaserne in Calw war im Frühjahr 2020 bei einer internen Überprüfung aufgefallen, dass in den Waffenkammern des KSK Zehntausende Schuss Munition fehlen, aber auch Sprengstoff und Handgranaten fehlten.

Der verantwortliche Kommandeur Markus Kreitmayr ermunterte daraufhin seine Soldaten, zuvor entwendetes Material in Sammelboxen zurückzugeben – anonym. Dazu wurden Paletten vor den Gebäuden der Einsatzkompanien aufgestellt. Das Verteidigungsministerium war nach SPIEGEL-Informationen frühzeitig über den Vertuschungsversuch informiert, handelte aber nicht.

Icon: Der Spiegel



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