»Sendung mit der Maus« wird 50: »Armin und Christoph sind Teil unserer Familie, solange ich denken kann«

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SPIEGEL: Herr Maiwald, die »Sendung mit der Maus« wird 50 Jahre alt. Sie fingen 1971 als erster Maus-Reporter an. Mit welchem Ziel ging die Sendung damals an den Start?

Maiwald: Gute Frage. Die »Maus« hieß damals noch »Lach- und Sachgeschichten für Fernseh-Anfänger«. Fernsehen war noch ein relativ junges Medium, man hatte Zeit und die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Wir waren früher auf Sendung als die »Sesamstraße«, hatten also keine Vorbilder und mussten experimentieren.

SPIEGEL: Was haben Sie Neues ausprobiert?

Maiwald: Wir wollten das Studio verlassen und Kindern die Welt zeigen, in der sie leben. Nicht wie beim damaligen Kinderfernsehen üblich die Tante, die etwas vorliest, und auch nicht der Onkel, der etwas bastelt. Gleichzeitig wollten wir aber auch eine Verbindung zwischen Realität und Fantasie herstellen, dazu gab es die unterschiedlichsten Versuche. Nicht nur in der »Sendung mit der Maus«: Unser »Spatz vom Wallrafplatz« etwa war eine Marionette, die Abenteuer im Alltag erlebte, oder die Stoffpuppe vom vorlauten Hasen Cäsar mit lebendigen Menschen in einem Tonstudio.



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