Handball: SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel verlieren Spiele, die sie wegen Corona nicht antraten

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Mehrere deutsche Handballklubs haben internationale Spiele gegen sich gewertet bekommen, nachdem sie wegen der Corona-Einschränkungen abgesagt worden waren. Wie die Europäische Handball-Föderation (EHF) mitteilte, werden drei Champions-League-Partien der SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel jeweils mit 0:2 Punkten und 0:10 Toren gewertet.

Beide Bundesligisten konnten wegen der Quarantäne-Bestimmungen nicht zu diesen Partien antreten. Nach der EHF-Entscheidung werden die Klubs nach dem »Verursacherprinzip« bestraft. Demnach werden sie für den Ausfall durch entsprechende Reise- und Quarantänevorschriften verantwortlich gemacht, obwohl die Bestimmungen vom zuständigen Gesundheitsamt und der Landesregierung getroffen wurden.

Die Entscheidung fiel nun, weil die Spiele wegen der Coronakrise nicht mehr nachgeholt werden können. Eine entsprechende Frist für Nachholspiele verstrich am Freitag. Die Flensburger verloren dadurch ihre Begegnungen beim FC Porto und gegen HC Vardar Skopje. Der amtierende Champions-League-Sieger Kiel verlor das Spiel bei HC Motor Saporoschje. Auch die European-League-Spiele der Füchse Berlin bei Sporting Lissabon und Tatran Presov sowie die Partie der Rhein-Neckar Löwen bei HC Pelister Bitola wurden gegen die deutschen Teams gewertet.

Flensburg bekam keine »interne Vorabinformation«

Verärgert reagierten die Verantwortlichen aus Flensburg. »Ich bin unglaublich sauer und enttäuscht, dass wir ohne interne Vorabinformation über eine Pressemitteilung über die Wertung der ausgefallenen Spiele informiert wurden. Über diesen Umgang und den fehlenden Dialog bin ich mehr als enttäuscht«, sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Trainer Maik Machulla sagte, dass einmal mehr zu erkennen sei, »wie die EHF ohne richtigen Dialog mit den Vereinen umgeht. Wir haben die beste Vorrunde der Vereinsgeschichte gespielt. Am Ende kann es passieren, dass wir auf Platz drei abrutschen, obwohl wir es von unserer Leistung her verdient hätten, das Achtelfinale zu überspringen.«

Nach einer Modus-Änderung qualifizieren sich alle 16 Teams der beiden Gruppen für die K.-o.-Runde, dort entscheiden jedoch die Platzierungen aus der Gruppenphase über potenziell stärkere oder schwächere Gegner. Flensburg behält trotz der Wertungen noch immer Chancen auf Platz eins in der Gruppe A, Titelverteidiger Kiel fiel auf Rang fünf der Gruppe B zurück.

Icon: Der Spiegel



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