Europa-League-Aus: 27:2 Torschüsse, doch TSG Hoffenheim verliert gegen Molde FK

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Absurdes Aus statt größter Kluberfolg: Die TSG Hoffenheim hat trotz 27:2 Torschüssen den erstmaligen Einzug in ein Europacup-Achtelfinale verpasst. Der Bundesliga-Elfte unterlag im Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League 0:2 (0:1) gegen den viermaligen norwegischen Meister Molde FK.

Eirik Ulland Andersen (20. Minute und 90.+4) traf zweimal für den krassen Außenseiter Molde. Nach dem 3:3 (3:1) im Hinspiel galten die trotz des Ausfalls von zehn Profis als klare Favoriten auf den Einzug in die nächste Runde. Nun findet die Auslosung am Freitag ohne die TSG statt, Molde hat hingegen zum ersten Mal die Runde der letzten Sechzehn erreicht.

»Ein Weiterkommen wäre für uns als Klub, für uns als Team und für mich persönlich ein großer Erfolg«, hatte Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie gesagt: »Dann hätten wir etwas Historisches geschafft.«

In Sinsheim waren die Gastgeber zu Beginn deutlich überlegen. Die Hoffenheimer, die mit fünf Siegen aus sechs Partien, 16 Punkten und 17:2 Toren die zweitbeste Gruppenphase eines Bundesligisten in der Geschichte der Europa League hatten, schnürten die Norweger in deren Hälfte ein. Florian Grillitsch vergab die erste Möglichkeit (5.).

Kurz darauf hatte Bayern-Leihgabe Chris Richards die Führung auf dem Kopf. Der Verteidiger konnte aber ebenso wenig vollstrecken wie Munas Dabbur Sekunden später (beides 15.). Die mangelhafte Chancenverwertung wurde umgehend bestraft. Ulland Andersen traf beim ersten gefährlichen Vorstoß der Gäste.

Der Rückstand verunsicherte die Hoffenheimer, die für mehrere Minuten komplett ihre Linie verloren. Dabbur hätte für Beruhigung sorgen können, der Israeli scheiterte aber per Kopf am starken Molde-Torwart Andreas Linde (29.). Bis zur Pause fiel den Kraichgauern nicht mehr viel ein, um das Abwehrbollwerk der Norweger zu überwinden.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es erneut Dabbur, der an Linde scheiterte (48.). Kurz darauf brachte Hoeneß seinen zuletzt angeschlagenen Star Andrej Kramaric (56.). Der kroatische Vizeweltmeister sollte die Wende bringen.

Kramaric belebte zwar das statische Offensivspiel, ein Treffer gelang den Hoffenheimern aber auch nach über einer Stunde nicht. Den Gastgebern fehlten im Angriff vor allem Ideen und Tempo. Nach 65 Minuten agierte die Hoeneß-Elf zunehmend nervös und kopflos. Kramaric verzog in der 72. Minute einen Schuss aus der Distanz nur knapp. In der Nachspielzeit vollendete Andersen einen Konter zur Entscheidung.

Icon: Der Spiegel



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