Corona-Impfungen: Jens Spahn verteidigt neue Impfreihenfolge

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Gerade erst hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfverordnung geändert: Grundschullehrkräfte sowie Kita-Personal können seit Mittwoch gegen Corona geimpft werden. Sie wurden von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge hochgestuft. Zweifel, dass der Impfstoff für eine solche Änderung noch zu knapp sein könnte, hat Spahn offenbar nicht.

»Die Mengen an Impfstoff, die wir verfügbar haben – übrigens gerade mit Blick auf die 18- bis 64-Jährigen und AstraZeneca – die machen aus meiner Sicht diesen Schritt möglich«, sagte der Minister im Deutschlandfunk. Demnach habe Deutschland derzeit »deutlich mehr Impfstoff« als noch vor ein paar Wochen, erklärte Spahn. Das ermögliche, »dass Menschen mit Vorerkrankungen trotzdem auch und sehr zeitnah ihr Impfangebot bekommen«.

Spahn sieht Verantwortung für Impfangebote jetzt bei den Ländern

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis einschließlich Dienstag bundesweit 5,4 Millionen Impfdosen gespritzt, vor allem an Menschen über 80 Jahren.

Nun sei es an den Ländern, vor Ort Impfangebote sowohl für Vorerkrankte als auch Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte zu machen, sagte Spahn. »Im Moment scheitert dieses Angebot ja nicht daran, dass kein Impfstoff da wäre, und das ist ja schon mal eine neue Qualität im Vergleich zu vor vier Wochen.«

Anders als Spahn klagen die Bundesländer über fehlenden Impfstoff. An Personal fehle es nicht, heißt es. Theoretisch könnte die Impfkapazität in Deutschland bis Anfang April mindestens verdoppelt werden. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt könnten nach Zahlen der Hersteller Biontech /Pfizer, Moderna und AstraZeneca bis dann knapp 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden.

Auch Spahns Versprechen, allen Bürgerinnen und Bürgern ab dem 1. März kostenlose Schnelltests zu ermöglichen, ließ Merkel platzen: Über die Schnelltest-Strategie soll beim nächsten Bund-Länder-Treffen am 3. März beraten werden. Die Kanzlerin will daran eine »intelligente Öffnungsstrategie« für die Corona-Maßnahmen koppeln.

Icon: Der Spiegel



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