Corona-Krise: Wirtschaft wächst stärker als bislang gedacht

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Deutschland ist etwas besser durch das Coronakrisenjahr 2020 gekommen als zunächst angenommen. Trotz des zweiten Shutdowns ab November stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nun mitteilte. Ende Januar hatten die Statistiker nach ersten Berechnungen noch ein Plus von nur 0,1 Prozent bekanntgegeben. Im Gesamtjahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft damit um 4,9 Prozent – und nicht wie bisher angenommen um 5,0 Prozent.

Warenexporte und die Bauinvestitionen stützten demnach die Entwicklung im vierten Quartal, die privaten Konsumausgaben sanken hingegen um 3,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020. In der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatte die deutsche Wirtschaft einen historischen Einbruch verzeichnet, im Sommer folgte ein Comeback. Der zweite Shutdown dämpfte dann die Erholung.

Ökonomen und die Bundesregierung rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wieder an Schwung gewinnt. Im ersten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung wegen des bis 7. März verlängerten Shutdowns allerdings schrumpfen. Für das Gesamtjahr rechnete die Bundesregierung zuletzt mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Im Herbst war sie noch von einem Plus von 4,4 Prozent ausgegangen.

Risiken sehen Ökonomen in einer möglichen dritten Corona-Welle. »Man kann alle möglichen Pläne aufstellen. Aber wenn eine dritte Welle kommt, werden diese hinfällig sein«, sagte jüngst der Chef der »Wirtschaftsweisen«, Lars Feld.

Icon: Der Spiegel



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