Expanscape Aurora 7: Notebook mit sieben Bildschirmen vorgestellt

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Spricht man über Notebooks, dürfen drei Begriffe nicht fehlen: Ausdauer, Gewicht und Bildschirmgröße. Beim Aurora 7 wird das schwierig.

Das fängt schon beim Gewicht an, dass die Entwickler nur vage mit “rund zwölf Kilogramm” angeben, so viel wie acht durchschnittliche 15-Zoll-Laptops. Nun könnte man meinen, dafür gebe es reichlich Akkulaufzeit, schließlich hat das Aurora 7 gleich zwei fette Akkus mit einer Gesamtkapazität von 230 Wattstunden, das ist etwa vier- bis fünfmal so viel wie in einem durchschnittlichen Notebook. Trotzdem wird die Akkuzeit mit lächerlichen 28 bis 60 Minuten angegeben, je nach Auslastung des Systems – und dafür gibt es einen Grund. Genauer gesagt, sieben.

Denn mit genau so vielen Bildschirmen ist das Aurora 7 bestückt. Davon allein vier im Format 17,3 Zoll und mit 4K-Auflösung (3840 x 2160), was manchem Anwender schon einzeln als Bildschirm für den Heim-PC ausreichen würde. Und weil genug nie genug ist, hängen daneben noch drei 7-Zoll-Displays in Full-HD+ (1920 x 1200) am Gerät. Dass in das Gehäuse außerdem noch ein achtes, wenn auch winziges, 1,44-Zoll-Bildschirmchen als Statusanzeige eingelassen ist, sei nur am Rande erwähnt.

Damit der Rechner all die Bildfläche auch sinnvoll ansteuern kann, steckt ein Prozessor vom Typ Intel i9 9900K auf der Hauptplatine. Der Chip war lange Intels Topmodell, kostete Anfangs über 1000 Euro und wurde beispielsweise in teuren Gaming-PCs verbaut. Mittlerweile ist er in die zweite Reihe gerückt und wird für weniger als 400 Euro angeboten.

Daneben stecken in dem Rechner eine Nvidia-Grafikkarte vom Typ GTX 1060, 64 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher sowie 2,5 Terabyte (TB) Speicher auf SSDs sowie eine 2-Terabyte-Festplatte. Alles natürlich erweiterbar. Wer es braucht und bezahlen kann, hat die Möglichkeit, das Aurora 7 auf mehr als 16 TB SSD-Speicherplatz und 128 GB Arbeitsspeicher aufzurüsten, sagen die Entwickler.

Fährt ein IT-Administrator mit der U-Bahn…

Noch sei das Gerät ein Prototyp, heißt es auf der Seite der Firma, die unter dem Namen Expanscape in Londons Regent Street, nur wenige Schritte von Apple entfernt, residiert. Aber man gibt sich sehr zufrieden mit dem, was man bisher erreicht hat. Das Ziel, das Multimonitor-Notebook nicht schwerer als zehn Kilogramm habe man zwar nur zu 60 Prozent erreicht, dafür aber zu 100 Prozent sichergestellt, dass sich das kompliziert wirkende Gebilde »kompakt zusammenfalten lässt, um Reisen zu ermöglichen«. Wie kompakt das wirklich aussieht, zeigt die Firma anhand einer Bilderserie mit 13 Fotos.

Der Teenyserv Duo, den das Unternehmen auf seiner Website ebenfalls anpreist, wirkt daneben fast wie ein Zwerg, schließlich hat er bloß zwei 7-Zoll-Bildschirme. Damit sei der Rechner, den Expanscape als »mobilen Server« bezeichnet, klein genug, um beispielsweise Simulationen zu bearbeiten, während man »beim morgendlichen/abendlichen Pendeln zusammengequetscht im Zug steht«. Als Kundschaft für das siebenköpfige Notebook stellen sich die Entwickler hingegen Sicherheitsexperten, Datenforscher und Börsenhändler vor.

Was diese Zielgruppe für ein Aurora, das künftig einen anderen Namen bekommen soll, bezahlen muss, verrät die Firma hingegen nicht, der Preis dürfte beträchtlich sein. Bisher stehen ohnehin nur die Prototypen zum Verkauf. Wer sich dafür interessiert, möge sich per E-Mail melden. Zu den Verkaufsbedingungen zählt allerdings auch ein Vertrag, der den Käufer zum Stillschweigen über den Preis verpflichtet.

Icon: Der Spiegel



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