Olympique Marseille: Niederlage gegen PSG, Rot gegen Dimitri Payet

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Im Vergleich zum Hinspiel blieb die Rückrundenpartie zwischen Olympique Marseille und dem Erzrivalen Paris Saint-Germain geradezu zahm. Im September war es bei Marseilles Sieg in Paris in der Nachspielzeit zu fünf Platzverweisen gekommen, die Schlussminuten glichen fast eher einer Schlägerei als einem Fußballspiel. Im Vélodrome von Marseille, in dem Kylian Mbappé (9. Minute) und Mauro Icardi (24.) zum 2:0 (2:0)-Auswärtssieg der Pariser trafen, ging die einzige Rote Karte des Abends an Dimitri Payet (90.+1).

Der 33 Jahre alte Mittelfeld-Routinier hatte in der Schlussminuten Gegenspieler Marco Verratti im Kampf um den Ball auf Hüfthöhe in die Seite getreten, der Italiener lag minutenlang mit Schmerzen auf dem Boden. Das Pariser Auswechselkontingent war zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft, Verratti erlebte das Ende der Partie noch auf dem Platz, konnte jedoch kaum noch ins Spielgeschehen eingreifen. Das musste er aber auch nicht: Mbappé mit einem schnellen Konterangriff und Icardi per Kopfball-Bogenlampe hatten das Spiel bereits in der ersten Hälfte entschieden.

Für Olympique Marseille endet somit eine tumultreiche Spielwoche mit einer Niederlage: Am Samstag der Vorwoche hatten gewaltbereite Fans das Klubgelände verwüstet. Am Dienstag hatte Ex-Trainer André Villas-Boas seinen Rücktritt angeboten, nachdem gegen seinen Willen Olivier Ntcham von Celtic Glasgow verpflichtet worden war. Gegen PSG stand Interimstrainer Nasser Larguet an der Seitenlinie. Marseille ist nach der Partie Neunter, Paris Dritter, drei Punkte hinter Spitzenreiter OSC Lille.

Die Partie wäre in Frankreich beinahe nicht übertragen worden: Mediapro, ein spanischer Konzern, der die TV-Rechte an der französischen Ligue 1 erworben hatte, ist zahlungsunfähig und war bereits in den vergangenen zwei Quartalen die vereinbarten Raten in dreistellige Millionenhöhe schuldig geblieben. Erst am Donnerstag hatte sich die Liga daraufhin mit dem langjährigen Kooperationspartner Canal+ auf einen Notfallvertrag geeinigt, wodurch die TV-Übertragung und Zahlungen in Höhe von 370 Millionen Euro sichergestellt wurden.

Icon: Der Spiegel



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