Fall Alexej Nawalny: Vier Russinnen und Russen über die politische Lage im Land

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Die Nawalny-Unterstützerin – Natalija Kirsanowa, 31 Jahre, aus Sankt Petersburg:

»Die Verurteilung von Alexej Nawalny geht als der Tag in die Geschichte unseres Landes ein, an dem die russische Justiz deutlich gezeigt hat, dass unsere Gesetze nicht viel mehr wert sind als – Entschuldigung – ein Stück Papier, das man in der Toilette runterspült.

Das Urteil ist einfach gesetzeswidrig: Nawalny wird wegen eines Vergehens eingesperrt, das es nie gab – der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das klar festgestellt. Russland hat Nawalny danach sogar eine Entschädigung gezahlt. Außerdem war seine Bewährung Ende vergangenen Jahres in der Sache ausgelaufen. Das ist reine Willkür. Wir kehren wirklich in schreckliche Zeiten zurück, in denen man selbst im Internet vorsichtig sein muss, was man schreibt und retweetet.

Für mich ist Nawalny ein Held, er hat sich mit seiner Rückkehr geopfert. Dass er festgenommen und weggesperrt wird, war jedem klar. Der Umgang mit ihm öffnet den Menschen die Augen, zeigt, wie die Führung mit ihren Kritikern umgeht.



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