Coronakrise: Ursula Von der Leyen wirbt für strategisches Vorgehen bei Impfkampagnen

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Die EU-Kommission denkt nach Informationen der »Süddeutschen Zeitung« darüber nach, wie sich künftig Probleme bei groß angelegten Impfkampagnen vermeiden lassen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der portugiesische Premierminister António Costa hätten am Dienstag in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs aller Mitgliedstaaten Vorschläge skizziert, wie Engpässe bei der Impfstoffproduktion behoben werden könnten, schreibt die Zeitung. Außerdem sollten die Erfahrungen auch genutzt werden, um sich besser gegen Corona-Mutanten und künftige Pandemien zu wappnen. Costa ist beteiligt, weil Portugal zurzeit die Ratspräsidentschaft innehat.

In dem zweiseitigen Schreiben, aus dem die »SZ« zitiert, heißt es, die Kommission solle mit Mitteln aus dem EU-Haushalt »den Ausbau oder die Umwidmung bestehender Fabriken oder den Bau neuer« unterstützen, damit mehr Vakzin hergestellt werden könne. Zudem solle die Behörde Konzerne zur Zusammenarbeit ermuntern. Als Beispiel nennt der Brief an die »Dear colleagues« Sanofi und Novartis: Die beiden Unternehmen helfen der Mainzer Firma Biontech bei der Produktion.

Zugleich werben von der Leyen und Costa dafür, innovative Unternehmen, Hersteller und Aufsichtsbehörden an einen Tisch zu bringen und sicherstellen, dass die EU gefährliche Viren früh entdeckt und »viel schneller« darauf reagieren kann.

Von der Leyen steht wegen der Verspätungen bei Impfstofflieferungen in der Kritik. Die Kommission hatte zwischen August und November 2,3 Milliarden Impfdosen bei sechs Herstellern bestellt, doch wegen verzögerter Lieferungen laufen die Impfkampagnen nur schleppend an.

Icon: Der Spiegel



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