Missbrauch in der Familie: Manche haben die Bilder noch vor sich, wie die Mutter sich wegdreht

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Einmal kam eine junge Frau zu mir, die sagte: »Es fühlt sich an, als würde ich ohne Unterleib herumrennen.« Wenn sie joggen gehe, sagte sie, ziehe sie diesen Füßen die Schuhe an, laufe mit diesen Beinen los, sehe diesen Beinen zu, aber diese Beine gehörten nicht zu ihr, sie spüre keinen Schmerz, sie merke nicht, ob es warm oder kalt sei auf ihrer Haut. Das, was diese Frau beschreibt, ist eine Form der Dissoziation: Die Wahrnehmung von bestimmten Körperteilen wird einfach gekappt.

Dissoziation ist ein komplexes psychisches Geschehen. Traumatische Erfahrungen, die die Integrationsleistung des Gehirns übersteigen, werden abgespalten. Sonst könnte man das, was geschehen ist, nicht aushalten. Gerade als Kind kann man nicht verstehen, dass Menschen zwei Gesichter haben können, dass es zum Beispiel den Vater gibt, mit dem man spielen kann, und den Vater, der nachts ins Zimmer schleicht. Das erleben Kinder als zwei verschiedene Welten. Und manchmal erleben sie sich dann auch als zwei verschiedene Kinder.



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