Niederlande: Zoll findet 2020 rund 40 Tonnen Kokain im Hafen von Rotterdam

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Es ist nur ein Bruchteil der Drogenmengen, die jährlich unbemerkt nach Europa geschmuggelt werden – und dennoch sind die Zahlen beeindruckend: 2020 haben Zollfahnder in Europas größtem Containerhafen mehr als 40 Tonnen Kokain sichergestellt – nochmals gut 20 Prozent mehr als im Jahr 2019. Das teilte die niederländische Justiz mit.

Insgesamt wurden in Häfen und Flughäfen des Landes rund 48 Tonnen Kokain beschlagnahmt, mit einem Verkaufswert von 3,5 Milliarden Euro. Die Ermittler fanden den Angaben zufolge auch 22 Kilogramm Crystal Meth, 54 Kilo Heroin und 748 Kilo Marihuana; knapp 300 Menschen wurden demnach festgenommen.

Die Zollfahnder stellten nach Angaben der Justiz auch fest, dass pro Ladung immer größere Mengen Drogen geschmuggelt werden. So seien im vergangenen Jahr zwölf Chargen mit je mehr als 1000 Kilogramm Kokain sichergestellt worden.

Die Drogen wurden zwischen Kisten mit Bananen gefunden oder versteckt zwischen neuen Autos und Arzneimitteln. Allein im Dezember wurde eine Rekordsumme von mehr als 7620 Kilogramm Kokain sichergestellt.

Sicherheitsunternehmen laut Bericht unterwandert

Die Schmuggler sollen einem Zeitungsbericht zufolge auch Hilfe von Sicherheitsbeamten am Hafen bekommen haben. Eine Bande habe Kriminelle bis in die Führungsebene eines Sicherheitsunternehmens eingeschleust und so 4000 Kilogramm Kokain ins Land geschmuggelt, berichtete das »Algemeen Dagblad«. Im vergangenen Sommer waren bereits zwei Sicherheitsleute festgenommen worden.

Auch über den Hamburger Hafen dürfte im vergangenen Jahr tonnenweise Kokain in die EU geschmuggelt worden sein. Im vergangenen August stellte der Zoll im Hamburger Hafen auf einen Schlag 1,5 Tonnen Kokain im Wert von 300 Millionen Euro sicher. Es handelte sich um eine der größten Mengen, die je dort aufgespürt wurden.

Icon: Der Spiegel



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