Nordkorea: Kim Jong Un festigt seine Macht an der Parteispitze

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Noch mehr Macht für Kim Jong Un? Bereits jetzt ist Nordkoreas Diktator oberster Führer des Militärs, der Partei und des Staates. Nun dürfte er seine Autorität aber noch einmal untermauert haben. Kim Jong Un ließ sich laut Staatsmedien beim Kongress der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang einen neuen Titel geben – als »Generalsekretär«.

Den Titel des Generalsekretärs hatten zuvor schon sein Großvater Kim Il Sung und sein Vater Kim Jong Il getragen. Vor der Verleihung waren bei dem Kongress Parteistatuten geändert worden, wonach auch das Sekretariatssystem wiederhergestellt wurde. Die Wahl selbst, deren Ergebnis beim Parteitreffen am sechsten Tagungstag am Sonntag verkündet wurde, galt als Formalität.

Nach dem Tod seines Vaters Ende 2011 war Kim in Nordkorea an die Macht gelangt. Er ist der Repräsentant einer Dynastie stalinistisch geprägter Herrscher. Beim siebten Parteikongress vor fünf Jahren war er zum Parteivorsitzenden gewählt worden.

International isoliert

Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms international isoliert. In seinem Lagebericht kündigte Kim während des Kongresses einen Ausbau des Atomwaffenarsenals des Landes und eine Modernisierung der Waffensystems an.

Beim diesjährigen Kongress wählten die Teilnehmer den Berichten zufolge auch die neuen Mitglieder des Zentralkomitees der Partei, dem auch Kim angehört. Dessen Wahl zum Generalsekretär spiegele den »einstimmige Willen und Wunsch« aller Parteimitglieder, Bürger und Angehörigen der Volksarmee wider, hieß es. Sie garantiere den Sieg des Sozialismus koreanischer Ausprägung. Alle Delegierten hätten die Entscheidung mit »stürmischen Applaus« begrüßt.

Formal ist der Kongress, der ursprünglich alle fünf Jahre abgehalten werden sollte, das wichtigste Gremium der Partei. Allerdings war der siebte Kongress im Mai 2016 der erste seit 36 Jahren gewesen.

Icon: Der Spiegel



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