Überschwere Wohnmobile werden zur Gefahr: »Gnade Gott, wer notbremsen muss«

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Es klopft an der Wohnmobiltür. Ehrhard Jacobi springt aus dem Beifahrersessel, den er zum Festmahl um 180 Grad ins Wageninnere geschwenkt hat. Jetzt muss es schnell gehen, sonst werden die Gänsekeule und das Hirschgulasch kalt.

Vor der Tür wartet eine dick eingemantelte Dame und serviert den zweiten Gang des Candle-Light-Diners, eigens für Wohnmobilfahrer angeboten vom Gasthof Kern im Taunus. Gespeist wird bei Kerzenschein auf feinem Tuch mit Porzellan und Stoffservietten. Im Camper soll sich heute nichts wie Camping anfühlen.

Genau das richtige für Genussmensch Jacobi. Routiniert hat der 70-Jährige seinen sieben Meter langen MC I 580 des schwäbischen Herstellers Hymer auf den Platz vor die Gastwirtschaft rangiert. Schon zum zweiten Mal in einem Monat ist er dem Corona-Hausarrest entwichen und zum Schlemmermenü gefahren. Jacobi genießt die Freiheit, die sein Wohnmobil bietet, nicht nur in Zeiten von Corona. Ein WoMo-Trip fühlt sich für viele wie Abenteuer an, trotz Standheizung, Satellitenschüssel und Eiswürfelfach. Es ist der ideale Freizeitpartner für Teilzeitmutige, die zwar etwas Neues erleben, aber das eigene Kopfkissen und den Händelmeier-Senf dabeihaben wollen.



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