Twitter sperrt Account von Donald Trump dauerhaft

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Nach der Erstürmung des US-Kapitols durch radikale Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump hat der Online-Dienst Twitter dessen Konto dauerhaft gesperrt. »Nach einer gründlichen Prüfung jüngster Tweets vom Konto @realDonaldTrump« sei dieser Account »permanent gesperrt« worden, teilte das kalifornische Unternehmen am Freitag mit. Der Grund dafür sei »das Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt«.

Am Mittwoch hatte Twitter nach dem Sturm auf das Kapitol das Konto von Trump mit mehr als 88 Millionen Followern vorübergehend blockiert. Damals warnte der Online-Dienst, dass weitere Verstöße durch die Konten des Präsidenten würde zu einer dauerhaften Abschaltung führen würden.

Kritiker werfen Trump vor, seine Anhänger am Mittwoch bei einer Kundgebung zum Angriff auf das Kapitol angestiftet zu haben. Bei den Ausschreitungen kamen fünf Menschen ums Leben. Die Tweets auf dem Konto @realDonaldTrump waren am Freitagabend nicht mehr zugänglich. Stattdessen erschien dort die Meldung »Account gesperrt«. Twitter führte zur Begründung der neuen Sperre konkret zwei Tweets des Präsidenten vom Freitag auf.

Facebook und Instagram sind für Trump bereits dicht

Damit wird Donald Trump sein wichtigstes Kommunikationsmedium gesperrt. Bereits am Donnerstag hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, den privaten Facebook-Account des US-Präsidenten »auf unbestimmte Zeit, mindestens aber für die kommenden zwei Wochen« zu sperren – mindestens also so lange, bis Trumps Nachfolger Joe Biden im Amt ist.

Im selben Zeitraum wird Trump auch auf Instagram, das zu Facebook gehört, nicht mehr posten können, heißt es. Beide Dienste hatten ebenfalls am Mittwoch, im Zuge des von Trump verbal befeuerten Sturms auf das Kapitol in Washington D.C., zunächst 24-Stunden-Sperren angekündigt. Auf Facebook hat Trumps Kanal rund 35 Millionen Abonnenten, bei Instagram folgen den Präsidenten knapp 25 Millionen Nutzer.

Mark Zuckerberg war von Kritikern seiner Firma, aber auch Facebook-intern häufig zu viel Nachsicht mit Trump vorgeworfen worden. Dabei ging es beispielsweise um Falschbehauptungen und gewaltverherrlichende Postings, die der US-Präsident über seinen Account verbreitet hatte.

Icon: Der Spiegel





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