Fußball-Bundesliga: Schalke 04 verliert beim Debüt von Christian Gross bei Hertha BSC

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Sollte S04 auch am kommenden Spieltag gegen Hoffenheim nicht gewinnen, hat der Klub den Negativrekord von Tasmania Berlin eingestellt. Tasmania hatte 1965/1966 31 Partien in Folge nicht gesiegt.

Um Schalke vor dieser Marke zu bewahren, hatte der Klub zum Jahresende den vierten Trainer der laufenden Spielzeit präsentiert: Gross, 66, ist angetreten, um die Königsblauen in der Liga zu halten. Gegen die Hertha deuteten sich zwei Dinge an: Wie Gross die Rettung angehen will. Und dass es sehr schwierig werden dürfte, sie zu erreichen.

Gross baute auf eine eher vorsichtig ausgerichtete 4-4-2-Formation, seine Schalker überließen den Berlinern die größeren Spielanteile und lauerten selbst auf Konteraktionen. Das war also kein ganz anderer Ansatz als unter seinen Vorgängern David Wagner oder Manuel Baum, die auf ähnliche Weise hatten spielen lassen. Immerhin: Zumindest einmal klappte das in Berlin richtig gut.

Nach einem ungefährlichen Abschluss von Herthas Vladimír Darida warf Schalke-Torwart Ralf Fährmann den Ball schnell in Richtung Amine Harit; dieser setzte Mark Uth mit einem sehenswerten Pass ein, doch Stürmer Uth verfehlte freistehend von halbrechts die mögliche Führung (28. Minute).

Sie wäre nicht völlig überraschend gekommen, die Schalker schienen mehr Zutrauen in sich zu haben als in den vergangenen Ligapartien, und defensiv gewährten sie der Hertha nur wenige Chancen. Eine davon aber saß, und damit änderte sich das Spiel.

Nach einem Einwurf wurde ein Schuss von Matheus Cunha geblockt, der Abpraller landete bei Mattéo Guendouzi, und Herthas Spielmacher schlenzte den Ball aus rund 15 Metern ins lange Eck (36.).

Vor diesem 1:0 war Dodi Lukébakio an Schalke-Keeper Fährmann gescheitert (22.), viel mehr klare Gelegenheiten hatten sich die Gastgeber nicht erarbeitet. Mit dem 1:0 aber kippte die Partie zugunsten der Berliner.

Selbst nach dem 0:2 spielt Schalke weiter abwartend

In den Minuten nach der Führung, insbesondere aber nach der Pause war Hertha einem zweiten Treffer deutlich näher als Schalke dem Ausgleich, das 2:0 durch Jhon Córdoba war folgerichtig: Suat Serdar verlor im Mittelfeld den Ball, Sekunden später spielte Darida vor dem Schalker Tor den Ball quer und fand Stürmer Cordoba (52.).

Auch jetzt noch spielte Schalke aus einer abwartenden Haltung heraus, stets auf den Ballgewinn lauernd. Was es den nun vorsichtig auftretenden Berlinern leicht machte, das Spiel zu kontrollieren. Das 3:0 durch den eingewechselten Krzysztof Piatek (79.) war die Konsequenz daraus, vorbereitet wurde der Treffer durch einen Steilpass des starken Darida. Am Ende kam Schalke auf rund 38 Prozent Ballbesitz – und ein Torschussverhältnis von 10:20.

In der Tabelle bleibt Schalke mit vier Punkten aus 14 Partien Letzter, Hertha ist mit 16 Punkten Zwölfter.

Icon: Der Spiegel



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