Silvester 2020/2021: Wie die Welt (nicht) den Jahreswechsel feierte

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Zumindest einiges war ja wie immer. Das spektakuläre Feuerwerk an der Habour Bridge in Sydney zum Beispiel. Oder Dubai, mit seiner gewohnt pompösen Licht- und Feuerwerkshow am Wahrzeichen Burj Khalifa.

Aber sonst – war ziemlich viel ziemlich anders.

Wer in Paris in der Silvesternacht ohne Genehmigung auf der Straße erwischt wurde, dem drohte ein Bußgeld von 135 Euro. Ob auf den Champs Élysées, in Istanbul oder in Athen. Silvester war diesmal in vielen Teilen der Welt so ruhig, wie es bis vor einem Jahr kaum vorstellbar gewesen wäre.

So ganz ohne Feiern wollten viele dann aber auch nicht. In Wien stießen viele zum Jahreswechsel vor dem Stephansdom an, trotz einer landesweiten Ausgangssperre.

Dazwischengehen musste die Polizei in London. Einige Hundert Menschen hatten dann doch etwas zu eng am Ufer der Themse feiern wollen.

Im benachbarten Essex beendete die Polizei eine illegale Party im Hinterhof eines Gewerbegebiets – noch vor Mitternacht. Es war nicht die einzige Geheimparty. Allein die Polizei Essex verhängte in der Silvesternacht Bußgelder in Höhe von 18.000 Pfund.

Ungewohnt das Bild auf dem Times Square. Zwar flog zum Jahreswechsel wie gewohnt Konfetti in Massen. Aber wo sonst zehntausende Menschen gemeinsam das neue Jahr begrüßen, verfolgten die »Party« diesmal nur wenige geladene Gäste und Journalisten. Die umliegenden Straßen hatte die Polizei gesperrt.

Anders in Wuhan. In der chinesischen Millionenstadt, in der die Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr ihren Anfang nahm, feierten die Menschen auf der Straße und ließen Ballons in den Himmel steigen. Hier ist die Pandemie weitgehend unter Kontrolle, durch konsequente, strenge Maßnahmen der Regierung. Treten einzelne Neuinfektionen auf, werden große Gebiete sofort abgeriegelt.

Menschenmassen zum Jahreswechsel auch in Indien, zumindest vor den Tempeln. Und das, obwohl die Pandemie hier alles andere als unter Kontrolle ist. Indien verzeichnet weltweit die zweitmeisten offiziellen Corona-Infektionen nach den USA.

Zum Jahreswechsel der Opfer gedenken wollte das Personal dieser Intensivstation in São Paulo. Während draußen die Raketen explodierten, begannen die Ärzte und Pfleger das neue Jahr mit einer Schweigeminute für die Opfer der Corona-Pandemie – 195.000 allein in Brasilien und mehr als 1,8 Millionen in aller Welt.

Auch in Berlin war es wegen des Feuerwerksverbots eine ungewohnt ruhige Silvesternacht. Immerhin dieser Aspekt des ungewöhnlichen Jahreswechsels dürfte nicht alle gestört haben – und einigen einen entspannteren Neujahrstag bedeuten.



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