Donald Trump und die Senatswahlen in Georgia: Sein letztes Gefecht

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»Jemand wird verletzt werden, jemand wird angeschossen werden, jemand wird getötet werden«, warnte Gabriel Sterling. »Zeigen Sie Größe. Schreiten Sie ein, sagen Sie Ihren Anhängern: Seid nicht gewalttätig.«

Sterling ist ein Mitarbeiter der Wahlbehörde in Atlanta, ein silberhaariger Bürokrat. Eigentlich wirkt er hinter den Kulissen, sorgt dafür, dass die Wahlmaschinen funktionieren, dass keine Stimme verloren geht. Ein Routinejob.

Doch Anfang Dezember trat Sterling vor die Fernsehkameras im Marmorfoyer des Landeskapitols von Georgia, bebend vor Wut. Seine Stimme hallte durch den Saal, seine Hände umklammerten das Pult. »Das alles geht zu weit«, rief er. »Es muss aufhören!«

Sterling ist langjähriger Republikaner, er hat 2016 und 2020 für Donald Trump gestimmt. Doch seine Brandrede richtete sich an niemand anderen als den scheidenden US-Präsidenten: Lassen Sie uns bitte in Frieden weiter wählen.

Denn mit dem Wählen ist der Südstaat immer noch nicht durch. Seine zwei Sitze im US-Senat bleiben offen, da im November kein Kandidat die 50-Prozent-Hürde geknackt hat, weder die republikanischen Amtsinhaber Kelly Loeffler und David Perdue noch ihre Herausforderer, die Demokraten Raphael Warnock und Jon Ossoff.



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