Corona-Virus Update am 31.12.2020: 32.552 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

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China lässt ersten Corona-Impfstoff offiziell zu

07.40 Uhr: Die chinesischen Behörden haben am Donnerstag den ersten Impfstoff zur Behandlung des Corona-Virus im Land offiziell zugelassen. Die staatliche Aufsicht für Medizinprodukte genehmigte dabei ein Präparat des staatlichen Pharmakonzerns Sinopharm. Es hat nach Angaben des Unternehmens eine Wirksamkeit von etwa 80 Prozent. Die Zeitung »South China Morning Post« berichtete, bis zum Neujahrsfest im Februar sei die Impfung von bis zu 50 Millionen Chinesen geplant. Mehrere andere chinesische Impfstoff-Präparate befinden sich derzeit noch in der Entwicklung.

Zwar gibt es in China seit dem Sommer Notfallzulassungen für Vakzine, mit denen bereits deutlich mehr als eine Million Menschen geimpft wurden. Eine offizielle Zulassung fehlte bislang aber. Präsident Xi Jinping hat erklärt, sein Land werde verschiedene Impfstoffe entwickeln und diese dann auch an andere Länder weitergeben. So haben bereits Indonesien und Brasilien – die beiden bevölkerungsreichsten Staaten in Südostasien beziehungsweise Lateinamerika – Liefervereinbarungen mit China abgeschlossen.

Patientenschützer fordern unkomplizierte Corona-Impftermine

07.30 Uhr: Patientenschützer haben unkomplizierte Terminvergaben für Corona-Impfungen angemahnt. Die Länder praktizierten bisher ein Vermittlungssystem, das undurchschaubar und praxisfern sei, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. »Es darf nicht sein, das so daheim lebenden Senioren ihre Impfbereitschaft vergrault wird.« An mangelnder Erfahrung könne es nicht liegen. Schließlich gebe es seit Jahren Termin-Servicestellen. »Was bei der Vermittlung von Zehntausenden Fachärzten gelingt, kann bei 400 Impfzentren nicht schwieriger sein.«

Bundesweit gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, um Termine für Impfungen zu vergeben, die in der Anfangsphase gebündelt über regionale Zentren laufen sollen. Die Möglichkeit, die einheitliche Service-Nummer 116 117 der Kassenärzte dafür zu verwenden, wird laut Bundesgesundheitsministerium nicht von allen Ländern genutzt. Teils werden demnach schon Termine vergeben, teils ist es noch vorgesehen.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Neymars angeblich geplanter Silvesterparty

05.43 Uhr: Die angeblich vom brasilianischen Fußballstar Neymar geplante Riesen-Silvesterfeier hat jetzt auch die Behörden auf den Plan gerufen. Die brasilianische Staatsanwaltschaft gab am Mittwoch bekannt, die Berichte zu untersuchen, wonach der Fußballer ungeachtet der Corona-Pandemie eine rauschende Silvesterparty in seinem Luxus-Anwesen im Bundesstaat Rio de Janeiro feiern will. Neymars Anwälte hatten am Montag bestritten, dass eine solche Großfeier geplant sei.

Die Staatsanwaltschaft forderte Neymar auf, dringend Klarheit über »die Anzahl der Gäste, die Organisation der Party und eventuelle Gesundheitsmaßnahmen zu schaffen«.

Brasilianische Zeitungen hatten am Wochenende berichtet, dass der 28-Jährige den Jahreswechsel mit bis zu 500 Gästen über mehrere Tage hinweg in seiner Villa in Mangaratiba im Bundesstaat Rio de Janeiro feiern wolle. Auf den Superstar des französischen Serienmeisters Paris St. Germain hagelte daraufhin Kritik nieder.

Laschet gegen »Corona-Soli« für Reiche

04.20 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich gegen einen »Corona-Soli« für vermögende Menschen zur Finanzierung der Milliarden-Kosten der Corona-Pandemie ausgesprochen. »Die theoretische Debatte, ob ein Milliardär etwas abgeben kann, mag sympathisch klingen«, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. »Der Weg zu einem solchen Soli führt aber nur über generelle Steuererhöhungen.«

Jeder mittelständische Unternehmer aber habe sein Vermögen im Betrieb. »Wenn man da jetzt Steuern erhöht, schwächt man diese Betriebe. Und deshalb ist die Maßnahme falsch« betonte Laschet.

Bundesverband der Freien Berufe sieht 140.000 Jobs bedroht

04.00 Uhr: Der Bundesverband der Freien Berufe sieht infolge der Corona-Krise rund 140 000 Jobs bedroht. «Die Krise geht an die Substanz», sagte Präsident Wolfgang Ewer. Hintergrund ist eine Umfrage unter Freiberuflern. Demnach bewerten 20,3 Prozent ihre momentane Geschäftslage als schlecht. 14,2 Prozent der Freiberufler erwarteten, in zwei Jahren weniger Mitarbeiter zu haben.

Die Bilanz des Corona-Jahres 2020 sei für vier von zehn Freiberuflern bitter: Bei ihnen habe sich die Lage im Vergleich zu 2019 verschlechtert. Für 25,3 Prozent von ihnen sei der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden bereits existenzbedrohend. Weitere 13,8 Prozent befürchteten dieses Szenario 2021.

Saarlands Ministerpräsident Hans geht von einer Lockdown-Verlängerung aus

03.55 Uhr: Vor der nächsten Corona-Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern am 5. Januar geht der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) von einer Verlängerung des Lockdowns aus. »Der Lockdown ist und war notwendig, und er muss wohl auch Anfang Januar verlängert werden«, sagte Hans der »Rheinischen Post«. Zudem appellierte er, sich nicht von den aktuellen Corona-Infektionszahlen täuschen zu lassen.

»Die derzeit sinkenden Corona-Infektionszahlen sind trügerisch.« Die Zahlen hätten »Feiertagssymptome«, da sich über Weihnachten und Silvester weniger Menschen testen ließen. »Mitte Januar müssen wir nochmal überprüfen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, um dann weiter zu planen«, kündigte Hans an.

Kritische Worte für die deutsche Corona-Politik kommen derweil von der Ko-Vorsitzenden der SPD, Saskia Esken. »Wir haben fast alle die zweite Infektionswelle unterschätzt«, sagte sie den Zeitungen der Funken Mediengruppe. »Es hat zu lange gedauert, bis sich die Ministerpräsidentenkonferenz zu dem Wellenbrecher-Shutdown entschlossen hat, und der war dann nicht stark genug.«

Einer Rücknahme von Corona-Beschränkungen nach dem 10. Januar erteilte Esken eine Absage. »Ich glaube nicht, dass wir Zahlen haben werden, die uns Lockerungen im Januar erlauben«, sagte sie.

USA verzeichnen mit mehr als 3900 Corona-Toten neuen Tageshöchstwert

03.22 Uhr: In den USA ist mit mehr als 3900 Corona-Toten ein neuer Tageshöchstwert verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch mitteilte, starben 3927 Menschen binnen 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion. Außerdem wurden 189.671 Neuansteckungen registriert.

Seit Beginn der Pandemie starben in den USA mehr als 341.800 Menschen an einer Corona-Infektion, über 19,7 Millionen Ansteckungen wurden verzeichnet. Die Vereinigten Staaten sind das am schlimmsten von der Gesundheitskrise getroffene Land der Welt.

Bislang erhielten 2,8 Millionen Menschen eine erste Impfdosis – weitaus weniger, als die von Amtsinhaber Donald Trump bis zum Jahresende versprochenen 20 Millionen Impfungen.

Bund und Länder rechnen mit Krisen-Ausgaben von 1,3 Billionen Euro für 2020

00.40 Uhr: Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro. Die Berechnung umfasst die Staatshilfen und öffentlichen Ausgaben, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Darin enthalten sei der Gesamtbetrag »aller Hilfspakete, die in der Corona-Krise bislang seitens der Regierungen in Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden«, die erwarteten Einnahmeausfälle durch die Krise sowie die Summe der Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder gewährleisten. Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung dem Bericht zufolge mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

Icon: Der Spiegel



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