Promi-Weihnachtsgrüße: Frohe Botschaft? – DER SPIEGEL

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Weihnachtszeit ist Grüße-Zeit – und während sich der deutsche Bundespräsident so traditionell wie hoffnungsvoll ans Volk wendet (“Wir sehen das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels heller werden”), kommen aus anderen Ländern mitunter kuriose Weihnachtsbotschaften.

Aus dem Elysée-Palast meldet sich dieses Jahr nicht Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, sondern Staatshund Nemo. Der frühere Rettungshund ist seit 2017 bei den Macrons Zuhause und wirbt in einem Video dafür, herrenlose Tiere aufzunehmen – allerdings erst nach reiflicher Überlegung.

In dem auf Facebook veröffentlichten Clip blickt der schwarze Labrador-Griffon-Mischling seinen Hundeblick und wedelt mit dem Schwanz. Sein Gebell wird mit Untertiteln »übersetzt«. In Frankreich verlören demnach jedes Jahr rund 10.000 Tiere ihr Heim. »Also adoptiert sie an Weihnachten. Aber adoptiert sie mit Bewusstsein.« Nemo weist außerdem darauf hin, dass im französischen Parlament im Januar ein Gesetz gegen Tierquälerei debattiert werden wird.

Für Tiere machen sich auch Meghan Markle und ihr Harry stark. Die Tierschutzorganisation Mayhew zitiert aus einem Schreiben ihrer Schirmherrin, wonach deren Familie »dieses Jahr an mehrere Wohltätigkeitseinrichtungen gespendet« habe. Darunter auch jene Organisation, die sich laut Selbstbeschreibung dafür einsetzt, »das Leben von Hunden und Katzen in London und weltweit zu verbessern«.

Der aus den USA übermittelte Barmherzigkeitsgruß ist womöglich auch ein Anzeichen von Heimweh. Immerhin regnet es im sonnigen Kalifornien nur selten die bekannten »cats and dogs« aus der Redewendung. Bemerkenswerter ist jedoch der Hinweis, dass Weihnachtsbaum und Schmuck auf der Karte von Sohnemann Archie ausgewählt worden seien. Reife Leistung für einen Eineinhalbjährigen.

Tierisch ab geht es in der »ultimativen Weihnachtsplaylist« von Norbert Röttgen. Der Politiker mixt dort unter anderem Bing Crosby mit dem Leipziger Thomaner Chor und Mariah Carey, auch Wham, Britney Spears, Helene Fischer und Ariana Grande sind Teil des musikalischen Wahlkampfprogramms. So ein Gehör hätten wohl die wenigsten dem womöglich nächsten CDU-Vorsitzenden zugetraut. Nachbesserungsbedarf gibt es höchstens optisch. Das Foto von Röttgen mit Kopfhörern erinnert doch stark an die Filmplakate zu dem Stasi-Film »Das Leben der Anderen«.

Icon: Der Spiegel





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