Corona-Krise: Beförderungsverbot für Reisende aus Großbritannien, Irland und Südafrika kommt

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Um eine Ausbreitung der neuen Variante des Coronavirus zu verhindern, hat das Gesundheitsministerium ein Beförderungsverbot für Reisende aus Großbritannien, Nordirland und Südafrika erlassen. Züge, Flugzeuge, Schiffe und Busse dürfen demnach nicht länger Personen aus den drei Ländern nach Deutschland bringen. Das Verbot war angekündigt worden (lesen Sie hier mehr darüber).

Ausgenommen sind ab dem 1. Januar deutsche Staatsbürger und Personen, die ihren Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland haben. Zudem sind unter anderem Flüge zum Transport von medizinischem Personal, Ambulanzflüge, Organtransporte und Flüge aus humanitären Gründen weiterhin erlaubt. Einreisende und Personen, die in den vergangenen zehn Tagen in die Bundesrepublik eingereist sind, müssen sich auf das Coronavirus testen lassen. Die Verordnung gilt ab dem 22. Dezember und soll bis 6. Januar gelten.

Beförderungsverbot sei »Vorsichtsmaßnahme«

Inhaltlich stellt die Regelung einen Kompromiss dar. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) konnte sich mit einem schnellen und strikten Einreisestopp für die Gebiete durchsetzen, in denen die Mutation des Coronavirus festgestellt worden ist. Gleichwohl aber musste er nach diversen Absprachen mit anderen Ministerien die Frist bis zum 1. Januar in die Verordnung integrieren. Ab diesem Zeitpunkt dürften Deutsche und Personen mit einem Aufenthaltstitel wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Spahn sagte, solange es möglich sei, wolle man verhindern, »dass sich eventuell gefährlichere Virus-Varianten nach Kontinentaleuropa ausbreiten«. Das Beförderungsverbot bezeichnete er als »Vorsichtsmaßnahme«. Allerdings geht der Virologe Christian Drosten davon aus, dass die mutierte Corona-Variante bereits in Deutschland angekommen ist.

Icon: Der Spiegel



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