»Sportler des Jahres«: Malaika Mihambo, Leon Draisaitl und FC Bayern München sind die Besten 2020

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Bei der Krönung nach diesem besonderen Jahr blickten Malaika Mihambo und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in den nahezu menschenleeren Saal, Leon Draisaitl grüßte aus Kanada auf einem überdimensionalen Bildschirm: Deutschlands besten Sportlerinnen und Sportlern blieb der ganz große Rahmen im Kurhaus Baden-Baden zwar verwehrt, dennoch erhielten sie bei einer Gala im Zeichen der Pandemie die Auszeichnung für ihre Leistungen im Corona-Jahr 2020.

Weitspringerin Mihambo, Eishockey-Nationalstürmer Leon Draisaitl und die Fußballer des FC Bayern München sind die »Sportler des Jahres« 2020. Das ist das Ergebnis einer Online-Abstimmung von 960 Sportjournalistinnen und -journalisten, das am Sonntagabend bekannt gegeben wurde. In Basketball-Superstar Dirk Nowitzki, Biathletin Magdalena Neuner sowie dem Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst wurden zudem erstmals Deutschlands Sportlegenden des Jahrzehntes geehrt.

Mihambo erhielt die Auszeichnung zum zweiten Mal nacheinander. Für die Weltmeisterin verlief das Jahr ganz anders als gedacht: Durch die verschobenen Olympischen Spiele muss sich die Gold-Favoritin bis zur möglichen Erfüllung ihres Traumes noch ein paar Monate gedulden. Auch das geplante Training mit dem neunmaligen Olympiasieger Carl Lewis musste zunächst verschoben werden. »Das war ein außergewöhnliches Jahr, daher war damit nicht zu rechnen. Es gab in der Leichtathletik keine großen, außergewöhnlichen Wettkämpfe«, sagte die Weitspringerin als Gast auf der Bühne.

Dennoch war die 26-Jährige auch in diesem Jahr in Topform: Weltjahresbestleistung von 7,03 Metern – aus einem verkürzten Anlauf. Damit beeindruckte Mihambo (898 Punkte) erneut die Sportwelt und setzte sich knapp gegen British-Open-Gewinnerin Sophia Popov (781) und die dreifache Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze (746) durch.

Draisaitl war sogar unter den besten Eishockeyspielern der Welt der Beste. In der NHL stellte der Stürmer der Edmonton Oilers mit 43 Toren und 67 Assists die Superstars in den Schatten und wurde als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet. Die persönliche Auszeichnung sei in den USA »eine riesige Sache«, sagte der Kölner: »Es ist eine große Ehre für mich.«

Die Ehrung in seiner Heimat zum besten Einzelsportler des Jahres, die er als erster Eishockeyspieler erhielt, krönt ein für ihn erfolgreiches Sportjahr. Mit 1768 Punkten gewann der Nachfolger von Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul vor Speerwerfer Johannes Vetter (649) und dem dreimaligen Ironman-Weltmeister Jan Frodeno (517) die Wahl.

Triple-Bayern zum vierten Mal

Die Gratulationen für ein perfektes Fußballjahr nahmen der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, Sportdirektor Hasan Salihamidžić und Innenverteidiger Niklas Süle im Namen des FC Bayern entgegen. «Dieser Titel zählt sehr viel, den gewinnen nicht viele Fußball-Mannschaften», sagte Rummenigge.Vor den French-Open-Siegern Kevin Krawietz und Andreas Mies (1126 Punkte) sowie dem Bobteam um Francesco Friedrich (839) gewannen die Münchner (1763) zum vierten Mal nach 1967, 2001 und 2013 die Wahl zur Mannschaft des Jahres und treten die Nachfolge der Skisprung-Männer an.

Team Deutschland als »Vorbild im Sport« ausgezeichnet

Die Athleten des Teams Deutschland und des Teams Deutschland Paralympics sind mit dem »Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport« ausgezeichnet worden. Behinderten-Radsportlerin Denise Schindler und Athletensprecher Max Hartung nahmen die Auszeichnung in Baden-Baden entgegen. Grund für die Verleihung des Preises, der mit 40.000 Euro verbunden ist, sei, dass sich viele Sportler in der Coronakrise sozial engagiert hätten. Die Summe solle an Vereine mit inklusiven Projekten gehen, sagte Hartung.

Icon: Der Spiegel



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