Corona-Impfstoff: Markus Söder fordert »mehr Tempo« bei Beschaffung

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CSU-Chef Markus Söder hat die Strategie der Bundesregierung beim Einkauf von Corona-Impfstoffen kritisiert. »Beim Impfstoff brauchen wir mehr Tempo«, sagte der bayerische Ministerpräsident der »Bild am Sonntag«. Es muüsse alles darauf ausgerichtet werden, mehr Impfstoff zu bekommen, der dann schneller verteilt wird. Das müsse »absolute politische Priorität sein«, forderte Söder.

Der CSU-Chef bereitete die Bundesbürger zudem auf einen längeren Lockdown als bis zum 10. Januar vor: »Die aktuellen Zahlen sind so hoch, dass es falsch wäre, schon jetzt in eine Debatte um Lockerungen einzusteigen«, sagte er dem Blatt. »Der Corona-Winter wird leider noch lang.«

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat unterdessen den Prozess der Chargenüberprüfung beschleunigt und in Aussicht gestellt, dass die Chargenfreigabe noch am Tag der Zulassung erteilt werden könnte. »Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Vorbereitungen zur Chargenprüfung getroffen, erste Prüfmuster erhalten und mit ersten Untersuchungen begonnen«, teilte das PEI der »Bild am Sonntag« mit. Die Freigabe erfolge, »wenn die Zulassungsanforderungen an die Herstellungs- und Kontrollmethoden, die in den Zulassungsunterlagen festgelegt sind, erfüllt wurden«. Im aktuellen Fall könne das frühestens nach der Zulassung erfolgen, »ggf. noch am gleichen Tag«.

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit für alle EU-Staaten Notfallzulassungen von Impfstoffen, die unter anderem in den USA schon zugelassen sind. Sie hat angekündigt, am Montag über das Vakzin des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zu entscheiden sowie am 6. Januar über den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Moderna. Bei einem positiven Votum sollen in Deutschland und den anderen EU-Staaten noch vor Jahresende die ersten Menschen geimpft werden.

Icon: Der Spiegel



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