Ausgangssperren in mehreren Bundesländern – was erlaubt ist und was nicht

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Nach der Entscheidung für einen harten Shutdown wird voraussichtlich auch die Zahl der Städte und Gemeinden steigen, in denen die Menschen nur noch aus triftigen Gründen ihr Zuhause verlassen dürfen. Im Beschluss der Runde aus Kanzlerin und Länderchefs vom Sonntag heißt es: In Regionen mit mehr als 200 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche sollten »weitgehende Ausgangsbeschränkungen« erwogen werden. Dieses Zahlenverhältnis bezeichnet man als Sieben-Tage-Inzidenz.

Die Regeln sehen zum Beispiel vor, dass man nach 20 Uhr kein Essen mehr von einem Restaurant abholen darf. Auch Sport im Freien ist dann verboten. Wer seinen anderswo lebenden Partner besuchen will, muss die abendlichen Sperrzeiten beachten, wenn er den Weg zu Hause beginnt und nicht an der Arbeitsstelle. Gassi gehen mit einem Hund bleibt dagegen rund um die Uhr möglich.

In Sachsen darf man von Montag an tagsüber nur in einem Umkreis von 15 Kilometern vom eigenen Wohnort entfernt einkaufen. Auch Sport ist nur in dieser begrenzten Zone möglich. Eine Ausgangssperre gilt von 22 Uhr bis 6 Uhr. »Jeder, der sich dann auf der Straße bewegt, kann angesprochen werden und muss sich erklären«, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Auch Brandenburg plant von Mitte der Woche an eine nächtliche Ausgangssperre.

In Sachsen liegt die 7-Tage-Inzidenz dem RKI zufolge zurzeit bei 349. Das ist der höchste Wert für ein Bundesland. Es folgen Thüringen (231), Bayern (200), Berlin (187) und Baden-Württemberg (180). Die Gemeinde mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz ist der Landkreis Regen in Bayern (605), dahinter liegen die sächsischen Landkreise Bautzen (574), Görlitz (510) und der Erzgebirgskreis (506).

Der harte Shutdown im Kampf gegen das Coronavirus beginnt bundesweit am 16. Dezember. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown habe »nicht gereicht«. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte: »Corona ist außer Kontrolle geraten.« (Lesen Sie hier einen Überblick über die Beschlüsse)

Icon: Der Spiegel



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