Günter Netzer: Der Geschäftsmann – DER SPIEGEL

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Man kann sagen, dass Günter Netzer klein angefangen hat. So gibt es die Geschichte, dass der kleine Günter, Sohn einer Inhaberin eines Tante-Emma-Ladens in der Mönchengladbacher Altstadt, seine Mitschüler mit Bonbons aus dem elterlichen Geschäft bestochen hat, damit sie ihn abschreiben lassen. Netzer hat die Anekdote selbst gern und oft erzählt, sie steht in seiner Autobiografie. Auch das gehört zu Günter Netzer und zu dem, was ihn von vielen anderen der Branche abgehoben hat: dass er gern mit seinen kleinen Lastern und Mängeln kokettiert.

Auch sein Vater war Händler, das Geschäftemachen lag dem Günter Theodor Netzer also sozusagen im Blut. Und es ist so etwas wie seine zweite Natur geblieben.

Netzer war ein großer Spielmacher, ein Strippenzieher auf dem Platz, wohl die zehnteste Nummer zehn, die es im deutschen Fußball gab. Aber er war auch viele Jahre ein Strippenzieher neben dem Platz. Als Fußballer trug er mit dazu bei, diesen Sport noch heller strahlen zu lassen. Als Geschäftsmann leistete er seinen Beitrag zur dunklen Seite des Fußballs.



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