Nach Rassismusvorfall: So lief die Champions-League-Partie zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul

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Noch vor der Fortsetzung des am Dienstag abgebrochenen Spiels in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Başakşehir Istanbul setzten die Mannschaften ein Statement gegen Rassismus. Sportlich setzte sich der französische Meister 5:1 (3:0) durch und wurde Gruppensieger vor RB Leipzig.

Beim Warmmachen trugen die Spieler beider Teams sowie das im Vergleich zum Vortag ausgetauschten Schiedsrichtergespanns T-Shirts mit der Aufschrift »No To Racism«. Auch der Istanbuler Co-Trainer Pierre Webo erschien mit der Botschaft auf der Brust. Der Kameruner hatte am Dienstagabend die Rote Karte erhalten, durfte aber bei der Fortsetzung der Partie nach einer Entscheidung der Uefa wieder auf der Bank der Gäste sitzen.

Vor Wiederanpfiff knieten die Spieler um den Mittelkreis und erhoben die Faust. Die Geste gilt als Anti-Rassismus-Zeichen, das vom US-Football-Profi Colin Kaepernick initiiert worden war. Im Pariser Prinzenpark wurden zudem Transparente mit Botschaften gegen Rassismus aufgehängt. Darauf stand unter anderem: »Unterstützung für M. Webo. Stolz auf die Spieler. Gegen Rassismus«. Auf der leeren Tribüne war ein Banner mit den Logos beider Vereine und dem Slogan »No to Racism« (Nein zu Rassismus) aufgespannt. Die Spieler beider Teams trugen Aufwärmshirts, auf denen unter den beiden Klub-Logos ebenfalls »No To Racism« geschrieben stand.

All das waren Reaktionen auf den Vorfall am Dienstag. Dabei hatte der Vierte Offizielle rund um den Platzverweis den früheren kamerunischen Nationalspieler Webo »negro« oder »negru« genannt. Aus Protest hatten beide Mannschaften den Platz verlassen.

Für den Vorfall hat die Uefa einen Ethik- und Disziplinar-Inspektor einberufen, der das Geschehen untersuchen wird. Das rumänische Schiedsrichtergespann wurde durch das Team um den Niederländer Danny Makkelie ausgetauscht.

Das abgebrochene Spiel der Gruppe H wurde nun ab der 14. Minute fortgesetzt, und es lief eindeutig zugunsten der Pariser. Fast jeder Angriff lief über den überragenden Neymar, der drei Treffer erzielte (21. Minute/38./50.), vor allem das Erste und Dritte waren wunderbar anzuschauen: jeweils traf der Brasilianer mit starker Abschlusstechnik von außerhalb des Strafraums.

Kylian Mbappé erzielte sein drittes und viertes Champions-League-Tor in dieser Spielzeit (42./62.). Mehmet Topal gelang ein Treffer für die Gäste (57.), die bereits vor dem Spiel als Gruppenletzter feststanden.

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Icon: Der Spiegel



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