Klimakrise: Vergangener Monat heißester November seit Beginn der Aufzeichnungen

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Vergangenen Monat ist ein weiterer weltweiter Hitzerekord verzeichnet worden – und damit ein weiterer Beleg für die Erderhitzung durch den Klimawandel: Es war der heißeste November seit Beginn der Wetterdatenaufzeichnungen, wie das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Montag mitteilte. Der November 2020 sei 0,8 Grad wärmer gewesen als das 30-Jahres-Mittel von 1981 bis 2010.

Der Novemberrekord lag zudem 0,1 Grad über dem letzten Spitzenwert im Jahr 2016. Für die Herbstmonate von September bis November lagen die Temperaturen in Europa 1,9 Grad über dem Vergleichszeitraum.

»Diese Rekorde stimmen mit dem langfristigen Erwärmungstrend des globalen Klimas überein«, erklärte der Leiter des Copernicus-Dienstes zur Erforschung des Klimawandels, Carlo Buontempo. Das Jahr 2020 liege bislang etwa gleichauf mit dem Rekordjahr 2016.

»Alle politischen Entscheidungsträger sollten diese Aufzeichnungen als Alarmglocken betrachten und ernster denn je darüber nachdenken, wie die im Pariser Abkommen von 2015 festgelegten internationalen Verpflichtungen am besten eingehalten werden können«, mahnte Buontempo. Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Mehr Hitzetote

Welche unmittelbaren Folgen die Erderhitzung für die Bevölkerung in Deutschland haben könnte, beschrieben Forscher unlängst in dem medizinischen Fachjournal »The Lancet«: Modellrechnungen der Wissenschaftler zeigen, dass die Zahl der Hitzetoten hierzulande im weltweiten Vergleich weit vorn liegt. Grund sei die Zunahme der Hitzetage pro Jahr in Kombination mit dem steigenden Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre.

Sie ermittelten für 2018 in Deutschland rund 20.200 Todesfälle unter über 65-Jährigen im Zusammenhang mit Hitze. Nur die zwei bevölkerungsreichsten Länder der Welt mit je rund 1,4 Milliarden Einwohnern kamen in dem Rechenmodell auf noch alarmierendere Zahlen: China mit 62.000 und Indien mit 31.000 Hitzetoten.



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