2. Fußball-Bundesliga: Hamburger SV verliert schon wieder – und ist nur noch Vierter

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Der Hamburger SV steckt in der Krise. Gegen 96 verlor der Aufstiegsfavorit am 10. Spieltag nun bereits die dritte Partie hintereinander, seit fünf Spielen sind die Hamburger ohne Sieg. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune eigentlich einen optimalen Start in die Zweitligasaison hingelegt, die ersten fünf Spiele waren alle gewonnen worden. Die Tabellenführung, die daraus resultierte, hat der HSV inzwischen abgegeben. Nach der Pleite gegen Hannover ist das Team nur noch Vierter, punktgleich mit Bochum auf Relegationsrang drei.

Gegen 96 geriet Hamburg nach einer Ecke in Rückstand, Hendrik Weydandt traf für die Gäste aus kurzer Distanz (13. Minute). Kurz darauf sah HSV-Mittelfeldspieler Sonny Kittel Gelb – und nur elf Minuten danach musste er für ein zweites Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Trotz der Unterzahl wäre beinahe der Ausgleich gelungen, Simon Terodde und Josha Vagnoman scheiterten aus jeweils guter Position an 96-Keeper Michael Esser, später vergaben Terodde frei vor Esser (77.) und Aaron Hunt (85.) Großchancen auf den Ausgleich. Der aber gelang nicht, und so konnte Hannover nach zuletzt vier sieglosen Partien wieder ein Spiel gewinnen.

Die Fürther Tabellenführung hat nur einen Spieltag lang gehalten. Durch die Heimniederlage gegen Heidenheim rutschte der Klub vom ersten auf den zweiten Platz ab, neuer Erster ist Holstein Kiel nach dem Sieg über Bochum am Freitag. Der FCH wiederum, der vergangene Saison in der Relegation an Werder Bremen gescheitert war, ist inzwischen Achter, zwei Punkte fehlen auf den VfL Bochum. Fürth hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner (64 Prozent) und mehr Torschüsse (9:6), ins Tor traf aber nur Heidenheims Norman Theuerkauf (60.).

Der eine Klub aus Hamburg verliert Punkte im Rennen um den Aufstieg, der andere im Abstiegskampf: Lange sah es aus, als könne St. Pauli erstmals seit dem 2. Spieltag (4:2 gegen Heidenheim) wieder ein Ligaspiel gewinnen. Maximilian Dittgen traf früh zum 1:0, als er den Ball vom linken Strafraumeck aus ins rechte untere Toreck schoss. Und weil die Hamburger kaum Torchancen zuließen, schien der Sieg realistisch. Dann aber gelang Braunschweigs Marcel Bär der Ausgleich (67.), dann drehte der eingewechselte Fabio Kaufmann die Partie sogar (82.).

St. Pauli wartet damit seit inzwischen acht Partien auf einen Ligasieg, zuletzt verlor der Klub vier Spiele hintereinander. In der Tabelle steht St. Pauli auf Rang 17, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt einen Punkt, kann aber am Sonntag noch wachsen, falls Sandhausen bei Würzburg punkten sollte. Braunschweig ist Tabellen-14.

Die Pleite gegen den KSC hatte sich für Osnabrück nicht gerade angedeutet: Nach Timo Beermanns Führungstor (28.) verteidigte der VfL eigentlich souverän. In der Schlussviertelstunde aber gab das Heimteam die drei Punkte aus der Hand: Erst glich Dominik Kother aus (77.), kurz vor Ende der regulären Spielzeit drehte Philipp Hofmann (88.) sogar die Partie.

Nach dem 1:0 hatte Osnabrück in der virtuellen Tabelle den HSV überholt und den dritten Rang eingenommen. Durch die Niederlage rutschte der VfL aber auf den sechsten Platz ab – und musste den KSC (Fünfter) an sich vorbeiziehen lassen.

Icon: Der Spiegel



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