Indien: Hier entscheidet sich, ob die Klimawende geschafft werden kann

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Vor gut zwei Jahren geschah auf einem Berg im Nordosten Indiens etwas Märchenhaftes. Hier, an einem der wenigen Orte, wo nachts noch weitgehend Dunkelheit herrschte, gingen auf einmal die Lichter an. Jahrelang hatten die Bewohner Leisangs zusehen müssen, wie ein Nachbarort nach dem anderen elektrisches Licht erhielt. Aber dann waren auch sie endlich an der Reihe: Als letztes Dorf Indiens wurde Leisang ans nationale Stromnetz angeschlossen.

Zeitungen und Fernsehen zeigten Eltern, die sich freuten, dass ihre Kinder nicht mehr bei Kerzenlicht Hausaufgaben machen müssen; Frauen wünschten sich eine Waschmaschine; Männer träumten davon, die Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen zu sehen. Zwar bedeutet die Existenz eines Strommastes in Indien nicht, dass auch immer Strom fließt. Und doch war es ein stolzer Tag für die Nation: Mehr als 70 Jahre nach der Unabhängigkeit hatte zum ersten Mal in der Geschichte des Landes jedes Dorf Zugang zu Elektrizität.

Der 28. April 2018 markierte das Ende eines Mammutprojekts: Zwischen 2000 und 2018 sind 700 Millionen Inder ans Stromnetz angeschlossen worden. Für jeden einzelnen von ihnen ist das ein Segen – für den Planeten als Ganzes aber ist es ein Problem.



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