USA: Joe Biden und seine “America First”-Agenda

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An der K-Street in Washington wird eine Ware gehandelt, deren Wert in den vergangenen Wochen steil nach oben geschnellt ist: Beziehungen zu Biden. In den Bürohäusern residieren die Lobbyisten, die sich bei der US-Regierung für die Belange von Unternehmen, Verbänden und sonstiger zahlungskräftiger Kundschaft einsetzen. Die Stimmen der Präsidentschaftswahl waren noch nicht ausgezählt, da begann das Geschäft derjenigen Lobbyfirmen zu boomen, denen Nähe zu den Demokraten nachgesagt wird. Zu einer Videokonferenz des Kommunikationsprofis und Ex-Sprechers von Bill Clinton, Joe Lockhart, schalteten sich am Morgen des 4. November mehr als 20 ausländische Diplomaten zu. Der Titel der Veranstaltung: »Insider-Tipps, wie IHRE Agenda nach einer Wahl Wirklichkeit wird«. So berichtete es die »New York Times«.

Regierungen weltweit haben Listen mit Wünschen an den neuen US-Präsidenten parat. In Brüssel und Berlin hofft man auf eine Wiederbelebung multilateraler Gremien wie die der Welthandelsorganisation WTO und eine schnelle Abschaffung von Trumps Strafzöllen auf schottischen Whisky, deutschen Kaffee und andere US-Importe. Kurz: eine Rückkehr zur jahrzehntelangen transatlantischen Normalität. Optimisten setzen gar auf einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen, wie es die Regierung Obama/Biden mit TTIP verfolgt hatte.



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